1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

Uelzener Weihnachtmarkt kommt: Aber mit Energiesparpaket

Erstellt:

Von: Norman Reuter

Kommentare

Die 20 Meter hohe, begehbare Pyramide, die vergangenes Jahr erstmals in Uelzen aufgebaut wurde, soll wieder auf dem Herzogenplatz stehen.
Die 20 Meter hohe, begehbare Pyramide, die vergangenes Jahr erstmals in Uelzen aufgebaut wurde, soll wieder auf dem Herzogenplatz stehen. © Oliver Huchthausen 2021

Der Weihnachtszauber in Uelzen soll der Energie-Krise nicht gänzlich zum Opfer fallen: Sowohl der Adventskalender am Alten Rathaus als auch der Weihnachtsmarkt an der St.-Marien-Kirche werden stattfinden. So ist es derzeit geplant.

Uelzen – Das Stadtmarketing, zuständig für den Kalender, als auch der Ausrichter des Weihnachtsmarktes, Matthias Mantau, sind allerdings aufgerufen, die von der Bundesregierung geforderten 20 Prozent an Energie einzusparen.

Der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling berichtet im jüngsten Betriebsausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing von einem offenen Gespräch zum Weihnachtsmarkt und dem 20-Prozent-Ziel. Mit den Marktbeschickern, die die Buden an der St.-Marien-Kirche betreiben werden, sei Mantau im Gespräch, um die Möglichkeiten zum Energie-Einsparen auszuloten, so Ebeling.

Vorgesehen sei, nach der Premiere im vergangenen Jahr die 20 Meter hohe begehbare Pyramide mit Ausschank erneut auf den Herzogenplatz zu platzieren – ungeachtet dessen, dass dort in diesem Jahr keine Eisbahn zu finden sein wird. Die Stadtwerke hatten bereits im Mai erklärt, sie aus Sorge vor Energie-Engpässen dieses Jahr nicht aufzustellen. Laut Ebeling ist geplant, auf dem Herzogenplatz weitere Buden zu platzieren sowie eine kleine Bühne zu errichten, auf der an den Wochenenden ein Programm angeboten werden soll.

Stadtmanagerin Vivian Jessen berichtet im Ausschuss zudem davon, das „Büro des Weihnachtsmannes“, in den Vorjahren in einem leerstehenden Ladenlokal untergebracht, auf den Herzogenplatz verlegen zu wollen. Bei der Aktion haben Kinder die Möglichkeit, mit dem Bärtigen ins Gespräch zu kommen und auch ihre Wünsche zu äußern. Wie Jessen sagt, habe das Team bereits durch Corona gelernt, sehr flexibel zu agieren.

Was den Adventskalender betrifft, so werden beim Öffnen der Türchen neue Motive zum Vorschein kommen, ohne dass Jessen schon nähere Angaben dazu macht, was zu sehen sein wird. Nach den Motiven von Dagmar Glemme, den Märchenbildern und Illustrationen zur Stadtgeschichte ist es die inzwischen vierte Kalenderbebilderung, auf die sich die Uelzener freuen können. Bei den allabendlichen Zeremonien soll die Lichtgestaltung dem 20-Prozent-Ziel angepasst werden.

Die Stadt ihrerseits hatte bereits vergangene Woche erklärt, dass es auf jeden Fall eine Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt geben soll. Dabei wurde auf die Umstellung in den zurückliegenden Jahren auf die nicht so energie-zehrende LED-Technik verwiesen. Dr. Till Manning (SPD) ruft in der Sitzung die Verwaltung noch einmal dazu auf, zu prüfen, ob sich nicht auch noch hier Einsparungen realisieren ließen.

Beim Lichterglanz wollen Städte in Niedersachsen, die AZ berichtete, unterschiedlich verfahren. So ist aus Celle zu hören, das man die Weihnachtsbeleuchtung zeitlich einschränken wolle. In Stade indes wird voraussichtlich gänzlich auf eine Winterbeleuchtung in der Alstadt verzichtet.

Auch interessant

Kommentare