„Kastrationspflicht verhindert Elend“

Uelzener Verein Katzen-Hilfe begrüßt neue Regelung

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Elend einer Katze: Der Uelzener Verein kümmerte sich um sie.

Uelzen – Der Uelzener Verein Katzen-Hilfe begrüßt die für die Hansestadt beschlossene Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen mit Freigang.

Der Verein rät aber auch Besitzern von Hauskatzen dazu, ebenfalls ihre Tiere kastrieren und chippen zu lassen. „Es passiert sehr häufig, dass Katzen bei Rolligkeit, einem Umzug oder wenn Handwerker in der Wohnung sind, entwischen.

Aus diesem Grund und weil es noch viele andere Situationen gibt, bei denen Katzen nicht mehr nach Hause finden, sollte jeder verantwortungsbewusste Katzenhalter seine Katzen kastrieren, kennzeichnen und registrieren lassen“, so der Verein in einer Mitteilung.

Die Uelzener Politik hatte, wie berichtet, im Dezember die Kastrations- und Registrierungspflicht verabschiedet. „Endlich“, wie der Verein meint. Er verweist darauf, dass es in den Samtgemeinden Aue und Bevensen-Ebstorf bereits seit einigen Jahren schon eine Kastrationspflicht gebe.

Mit ihr werde Katzen viel Leid erspart. „Je mehr sich Tiere vermehren, desto mehr Katzen leiden an Hunger, Parasiten und Krankheiten. Um diesem Elend entgegenzuwirken, bleibt nur die Kastration.“ Und mit der Registrierung könnten Katzen auch eindeutig zugeordnet werden.

Der Verein Katzen-Hilfe wurde 2010 gegründet, er kümmert sich um herrenlose und Hof-Katzen. Mithilfe von Spenden kastriert er Vierbeiner, im vergangenen Jahr waren es 42 Stück. Der Verein weist darauf hin, dass als Katzenhalter vor dem Gesetz auch diejenigen gelten, die Streunerkatzen regelmäßig füttern.

Sie sind nach der neuen Regelung in Uelzen nun auch verpflichtet, die betreuten Katzen zu kastrieren und zu chippen. Herrenlose Katzen sollten dem Ordnungsamt oder den Tierschutzvereinen vor Ort gemeldet werden, damit sie kastriert werden und nicht zu noch mehr ungewolltem Nachwuchs beitragen, so der Verein.

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