Erste Vierbeiner sollen im nächsten Frühjahr einziehen

Uelzener Tierheim startet Bauvorhaben: Ein neues Haus für Katzen

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Noch ist nicht viel zu sehen vom Neubau am Kuhteichweg. Geht es nach Tierheim-Leiterin Karin Rothe, ziehen hier im nächsten Frühjahr die ersten Katzen ein.

Uelzen. Die Katzenboxen sind zu klein, Quarantäne- und Krankenstation nicht mehr zeitgemäß. Ein Neubau des Katzenhauses, der Pflegestationen und des Personalbereichs im Uelzener Tierheim steht deswegen unmittelbar bevor.

Das hat Karin Rothe, Leiterin des Uelzener Tierschutzvereins, auf AZ-Nachfrage bekanntgegeben. Aus zeitlichen Gründen sei der Baubereich östlich des Tierheims bereits vor vier Wochen freigeräumt, glatt gerüttelt und mit Sand überschüttet worden.

Das alte Gebäude stammt aus den 80er Jahren. Neben der Bausubstanz stellt auch die Größe ein Problem dar: Seit einigen Jahren werde das Tierheim geradezu mit Katzen überschwemmt – durchschnittlich 250 Neuankömmlinge gebe es pro Jahr. „Teilweise sind unsere Kapazitäten einfach erschöpft“, bedauert Karin Rothe. „Dann müssen wir herumtelefonieren und manchmal sogar die Tiere selbst mit nach Hause nehmen.“

Außerdem brächten die kleinen Katzenboxen weitere Schwierigkeiten mit sich: „Wenn ältere Herrschaften sich mit einer Katze beschäftigen, können sie sich gar nicht richtig in den Glaskästen bewegen.“ Ein richtiges Kennenlernen, so Rothe, sei nicht möglich. Ebenfalls problematisch: die Quarantäne- und Krankenstation. Die sei viel zu klein. Übertragungen von Krankheiten zu verhindern, erfordere deswegen höchste Konzentration. Auch hier arbeite das Tierheim an der Grenze, bedauert Karin Rothe. Zwar habe das Tierheim gegenüber dem Veterinäramt Bestandsschutz, allerdings: „Der Tierschutzbund hat uns beim letzten Besuch des Tierheims mitgeteilt, dass das so keine Zukunft habe“, erklärt sie.

Weiterer Vorteil eines Neubaus: In den letzten Jahren habe der Uelzener Tierschutzverein praktische Tricks aus anderen Tierheimen kennengelernt. „Wir wollen zum Beispiel in den neuen Katzenboxen die Katzenklappen auf halber Höhe anbringen. Dann können ältere Tiere heraus, die Jungen bleiben aber drinnen“, erklärt Rothe.

Einen Neubau am Kuhteichweg plant der Tierschutzverein schon seit 2011. Der erste Bauabschnitt ist nun für Ende dieses Sommers, der Innenausbau für den Winter angedacht. Weil die Baugenehmigung noch nicht erteilt ist, möchte Karin Rothe allerdings noch nicht zu viel über bauliche und finanzielle Details verraten. Nur so viel: „Es sind natürlich Spendenaktionen geplant.“ Und wenn alles gut läuft, geht vielleicht ihr Wunsch in Erfüllung: dass im kommenden Frühjahr die ersten Katzen die neuen Boxen erkunden.

Von Jon Matz

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