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Uelzener Theater ist noch eine Baustelle

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Von: Norman Reuter

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Uelzen – Im Ernstfall soll die Sicherheit gewährleistet sein. Im Theater an der Ilmenau sind Handwerker zurzeit dabei, Kabel für eine Sprachalarmanlage zu verlegen. Beispielsweise im Fall eines Brandes erfahren Besucher dann über Lautsprecher, wie sie sich verhalten sollen.
Uelzen – Im Ernstfall soll die Sicherheit gewährleistet sein. Im Theater an der Ilmenau sind Handwerker zurzeit dabei, Kabel für eine Sprachalarmanlage zu verlegen. Beispielsweise im Fall eines Brandes erfahren Besucher dann über Lautsprecher, wie sie sich verhalten sollen. © Privat

Handwerker, die Kabel ziehen und Wände streichen. Im Theater an der Ilmenau wird noch gearbeitet. Ende März soll die Bühnentechnik soweit stehen. Zuvor wird die Politik noch einmal über Kosten für die Spielstätte beraten. Auch in der Stadthalle steht eine Investition an: Für 49 000 Euro werden neue Stühle gekauft.

Uelzen – Der neue Fahrstuhl fährt bereits. Drei Ebenen sind mit ihm zu erreichen: der Eingangsbereich zum Zuschauersaal, das Foyer und die Galerie im Untergeschoss. Sein Einbau im Theater an der Ilmenau, für den der Treppenauf- und -abgang etwas schmaler gefasst wurde, gehört zu den umfangreichen Arbeiten in der Spielstätte.

Seit Spätherbst 2020 werden die fünfzig Jahre alte Bühnentechnik erneuert, Foyer und Untergeschoss attraktiver gestaltet, mit dem Fahrstuhl den Menschen mit Handicaps der Zugang zum Theater erleichtert sowie die Gebäudehülle energetisch saniert. Wieder eröffnet werden sollte das Theater ursprünglich im Herbst 2021, dann im Februar 2022. Beide Termine konnten nicht gehalten werden.

Denn wenngleich der Fahrstuhl bereits fährt und auch eine neue Lüftungsanlage bereits installiert ist, wird noch auf allen Ebenen gearbeitet. Das ist Lieferengpässen für Material in Pandemiezeiten geschuldet.

Im Untergeschoss, in dem künftig neben der Theater-Galerie für Ausstellungen auch eine Studiobühne zu finden sein wird, verlegen in diesen Tagen Handwerker Kabel für eine Sprachalarmanlage, mit der über Lautsprecher Ansagen zu hören sein werden, wie sich Besucher im Ernstfall verhalten sollen. Auch Maler sind hier am Werk. Julius Pöhnert, Leiter der Uelzener Veranstaltungsstätten, berichtet im jüngsten Betriebsausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing: „Die Arbeiten an der Bühnentechnik werden voraussichtlich bis Ende März abgeschlossen sein.“ Beim Vor-Ort-Termin mit der AZ führt Pöhnert aus, dass unter anderem der Bühnenzug jetzt elektrisch zu bedienen ist. „Die Pulte dafür sind bereits vorhanden und funktionieren.“

Der Kulturkreis hat in der aktuellen Spielsaison, die bis Anfang Mai geht, bisher 30 Konzerte und Theaterdarbietungen aufgrund der anhaltenden Arbeiten neu organisieren müssen, weicht zum Beispiel in die Stadthalle aus.

Wann das Theater für den Spielbetrieb wieder eröffnet wird, dazu ist zunächst keine genaue Angabe zu bekommen. „Sobald als möglich“, sagt Pöhnert.

Klar ist: Selbst wenn wieder Konzerte und Theater im Inneren angeboten werden, bleibt die Gebäudehülle vorerst eine Baustelle. Nach Plänen soll sie mit Holz und Glas neu gestaltet werden. Arbeiten waren dafür schon ausgeschrieben worden, wobei aber die Ergebnisse teils 60 Prozent über den erwarteten Kosten lagen, weswegen Anfang Dezember ein neuer Anlauf genommen wurde.

Kommende Woche wird sich die Politik im Betriebsausschuss für Gebäudewirtschaft mit den Kosten zur Theater-Sanierung befassen. Unter Tagesordnungspunkt drei heißt es: „Energetische Sanierung Theater – weitere überplanmäßige Mittelbereitstellung“.

Die Kosten für Uelzens Veranstaltungsstätten sorgen gerade auch wegen der benötigten 350 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus Groß Liedern für Beratungsbedarf (siehe „Zum Thema“).

Eine Investition ist auch für die Stadthalle in diesem Jahr vorgesehen. Wie Julius Pöhnert im jüngsten Betriebsausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing erklärt, müssten die bisherigen Stühle in der Halle gegen neue ausgetauscht werden. 500 Stück an der Zahl. Auf die Nachfrage von Kristina Nenke (SPD), was denn mit den alten Stühlen nicht in Ordnung sei, erklärt Pöhnert, dass sie nicht mehr den Vorgaben der Versammlungsstätten-Verordnung entsprächen. Dabei gehe es um Stabilität als auch um ihr „Verhalten“, wenn sie bei einer Massenpanik umgeworfen würden. Auf Nachfrage der AZ erklärt die Stadt, dass mit dem Kauf neuer Stühle Ausgaben von etwa 49 000 Euro verbunden sind. Die Stühle könnten dann auch für andere Veranstaltungsorte sowie für Outdoor-Events genutzt werden, betont die Stadt.

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