1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

Uelzener Supermarkt in der „Warteschleife“

Erstellt:

Von: Norman Reuter

Kommentare

Der Real-Markt an der Fischerhofstraße in Uelzen: Eine Entscheidung, wie es mit ihm weitergeht, ist nach Unternehmensangaben noch nicht gefallen.
Der Real-Markt an der Fischerhofstraße in Uelzen: Eine Entscheidung, wie es mit ihm weitergeht, ist nach Unternehmensangaben noch nicht gefallen. © Reuter

Was wird aus dem Real-Markt in Uelzen? Nach dem Verkauf der Warenhauskette „Real“ werden Märkte von anderen übernommen oder geschlossen. Bis im Sommer 2022 soll eine Entscheidung auch für Uelzen gefallen sein. 

Uelzen – Der Parkplatz vor dem Real-Markt an der Fischerhofstraße in Uelzen ist gestern Morgen gut gefüllt. Es wird eingekauft für die Tage zwischen den Jahren, für Silvester. Alltag im Einzelhandel. Beim Uelzener Real-Markt in Uelzen steht aber die Frage im Raum: Was wird aus ihm?

Im vergangenen Jahr hatte die Metro die SB-Warenhauskette „Real“ mit damals 274 Märkten im Bundesgebiet verkauft, Eigentümer wurde der russische Finanzinvestor SCP. In der Folge kam es zu Übernahmen von Märkten durch Globus, Edeka und Kaufland. Andere Standorte wie Hannover-Linden wurden geschlossen. Für 2022 sind weitere Übernahmen und Schließungen angekündigt.

Ein Real-Unternehmenssprecher erklärt auf AZ-Anfrage, dass gegenwärtig noch etwa 170 Real-Märkte im Bundesgebiet betrieben werden – darunter auch Uelzen. Bis zum Sommer 2022 soll für alle Filialen geklärt sein, was aus ihnen wird.

Das Unternehmen führt eine Liste zu Standorten, bei denen bereits eine Entscheidung gefallen ist. Sie ist über die Real-Homepage einzusehen. Uelzen taucht darin nicht auf. Der Unternehmenssprecher sagt gegenüber der AZ: „Dann ist zu diesem Standort auch noch keine Entscheidung gefallen.“ Wann das passiert und welche Optionen womöglich denkbar sind, dazu gibt es keine näheren Angaben. Festzuhalten ist: Sowohl Edeka (zwei Märkte) also auch Kaufland (ein Markt) sind im Uelzener Stadtgebiet bereits vertreten.

Der Real-Markt an der Fischerhofstraße ist für Bewohner von Kirch- und Westerweyhe eine beliebte Einkaufsmöglichkeit, weiß Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther zu berichten. Er hat nachgerechnet: Seit den 80er-Jahren ist er am Fischerhof zu finden. Günther befürchtet, dass der Real-Standort im Laufe des nächsten Jahres schließt und es schwer wird, dass dort ein neuer Lebensmittelmarkt einzieht. „Ich bin in großer Sorge, wo dann die Kirchweyher und die Westerweyher ihre Einkäufe erledigen werden“, sagt der Ortsbürgermeister. Im Norden Uelzens gebe es kaum weitere Möglichkeiten.

Man muss dazu wissen: Der Discounter Aldi hat angekündigt, seinen Standort an der Lüneburger Straße in Uelzen zu erweitern. Statt 800 Quadratmeter sollen dann 1200 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Aktuell wird in Vorbereitung dazu der Flächennutzungsplan durch die Verwaltung überarbeitet. Die Aldi-Filiale an der Nordallee soll in diesem Zuge der Erweiterung an der Lüneburger Straße aufgegeben werden, womit – sofern sich kein Nachmieter aus dem Lebensmittelbereich findet – auch dort eine Einkaufsmöglichkeit wegfällt.

Auch interessant

Kommentare