Vorgaben der Bundesnetzagentur: Unternehmen muss einsparen

Uelzen: SVO streicht Arbeitsplätze

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Gut 50 Mitarbeiter der Celle-Uelzen Netz GmbH demonstrierten gestern vor der Niederlassung in der Straße Auf dem Rahlande. Sie forderten Mitbestimmung bei kommenden Stellenstreichungen.

Uelzen. Mitarbeiter der Celle-Uelzen Netz GmbH, die für das Unternehmen in der Uhlenköperstadt tätig sind, sehen ihre Arbeitsplätze in Gefahr. Gestern Nachmittag demonstrierten sie aus diesem Grund vor der Uelzener Firmenniederlassung.

Unternehmenssprecher Andreas Gerow bestätigte auf AZ-Anfrage, dass das Unternehmen durch Vorgaben der Bundesnetzagentur zu Einsparungen gezwungen sei und deshalb „eine Verringerung des Personalbestandes“ im Raum stünde. Laut dem Vorsitzenden des Betriebsrates, Detlef Beier, ist den Vorgaben der Bundesnetzagentur eine schlechte Effizienz-Bewertung des regionalen Unternehmens vorausgegangen. 

Diese Effizienz-Bewertung durch die Bundesagentur regelt die maximalen Erlöse, die die Netzbetreiber erwirtschaften können und soll als Anreiz zu Kostensenkungen funktionieren.

Alle Entscheidungen zu dem nun ins Auge gefassten Stellenabbau würden „sozial verträglich erfolgen“, sagte Unternehmenssprecher Gerow. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.“ Dass zwölf Stellen in dem Unternehmen, in dessen Uelzener Niederlassung rund 70 Menschen beschäftigt sind, zur Diskussion stünden, wie es aus dem Kreis der Demonstranten zu hören war, wollte er nicht bestätigen. Der Unternehmenssprecher machte gegenüber der AZ auch keine Angaben zu den Summen, die das Unternehmen, das bei den Kreisbewohnern auch als SVO bekannt ist, einsparen muss. „Wir stehen momentan bei allen Überlegungen und Gesprächen mit dem Personal auch erst am Anfang“, hielt Gerow fest.

Für die Mitarbeiter indes ist es der richtige Zeitpunkt, jetzt schon laut deutlich zu machen, dass sie in die Überlegungen mit einbezogen werden wollen. „In der Mitbestimmung laut Betriebsverfassungsgesetz ist geregelt, dass mit uns zusammen beraten werden muss“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Beier. Er sowie seine gut 50 Mitdemonstranten befürchten, dass die befristeten Verträge mehrerer Kollegen nicht verlängert, beziehungsweise nicht „entfristet“ werden. Und die Verlängerung von Verträgen zur Unbefristetheit, sagt beispielsweise Lars Benthaus, Sprecher der Verdi-Vertrauensleute im SVO-Konzern, sei bisher üblich im Unternehmen. Bereits seit Anfang des Jahres sei es ein Thema im Unternehmen, dass Arbeitsplätze eingespart werden müssten, sagte Detlef Beier.

Von Norman Reuter und Kai Hasse

Der komplette Artikel stand am Donnerstag nur in der AZ und im E-Paper.

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