Das Wetter spielt mit: Drei Tage lang ist die City eine Partymeile

Rund 100. 000 Besucher am Wochenende: Ein Uelzener Stadtfest zum Genießen

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An drei Tagen vergnügen sich nach Schätzung von Organisator Frank Wiechel rund 100 000 Menschen beim Uelzener Stadtfest. Das Wetter spielt an allen drei Tagen weitestgehend mit, sodass die Sause ein echter Erfolg ist.

Uelzen. Es war, als ob die Uelzener nach gefühlten vier Wochen Eisheiligen endlich mal unbeschwert ins Freie konnten. Die Leichtigkeit in der Innenstadt war am Stadtfestwochenende förmlich mit Händen zu greifen.

Jetzt mal keine dicken Jacken überstreifen zu müssen, die lauen Temperaturen vor allem Samstagabend richtig genießen zu können. Dennoch: Nicht wenige misstrauten dem Wetter. Viele waren mit einem Schirm am Arm in der Innenstadt unterwegs. Doch im Großen und Ganzen hatten Besucher und Organisatoren Glück. Bis auf zwei Schauer am Samstagnachmittag und -abend hielt das Wetter. Im Gegensatz zum Nachbarlandkreis Gifhorn, wo Starkregen für schwere Schäden sorgte.

Organisator Frank Wiechel war mit dem Ablauf des Stadtfestes zufrieden. Vor allem auch deshalb, weil die Polizei keine größeren Einsätze zu verzeichnen hatte. Es war bis zum Sonntagabend friedlich. „Das ist das Wichtigste bei so einer Party überhaupt“, so Wiechel.

Uelzen hat unbeschwert gefeiert. Rund 100 000 Menschen, so schätzt Wiechel, seien an den drei Tagen in der Innenstadt unterwegs gewesen. Auf den drei Bühnen lockte allerlei Kurzweil. Seien es Vorführungen von Uelzener Vereinen am Tage oder die Bands am Abend. Dass beim diesjährigen Uelzener Stadtfest nur drei statt vier Bühnen aufgebaut waren, ist laut Wiechel dem Kostendruck geschuldet. Die Bühne auf der Gudesstraße ist weggefallen, dort schaukelte ein Fahrgeschäft. „Die Gema berechnet ihre Gebühren jetzt nach der Fläche und nicht mehr nach der Anzahl der Besucher“, so der Uelzener Organisator. Die Urheberrechtsgebühren für die gespielte Musik sei demzufolge teurer als in den vergangenen Jahren. Insofern war auch die Feiermeile ein wenig kürzer. Was den Besuchern aber keineswegs die Laune verdarb. Im Gegenteil: Als „Sir Bon“ am Samstagabend auf dem Herzogenplatz auftrat, standen die Zuhörer dicht an dicht. Auch die Coverband der australischen Hardrocker AC/DC zog die Massen. Der schöne Sonntag lockt am Nachmittag ebenfalls noch mal Tausende Besucher in die Uelzener Innenstadt. Bis zur nächsten Auflage des Uelzener Stadtfestes müssen sich die Feierfreudigen indes ein wenig länger gedulden. Das soll am ersten Augustwochenende (2. bis 4. August) 2019 stattfinden, so Wiechel. „Wir wollen den Markthändlern im Mai nicht die Meile verkürzen. Der Mai ist einer ihrer umsatzstärksten Monate.“

Und vielleicht ist dann auch einer Ärgernis Geschichte: Nämlich, dass man den Trinkbecher nur an dem Stand abgeben kann, wo das Getränk gekauft wurde. Wiechel überlegt, ob er mithilfe von Sponsoren ein paar Tausend Plastikbecher anschafft, die man gegen das Pfand an jedem der Bierstände abgeben kann. Das würde das Schlendern über das nächste Uelzener Stadtfest in zwei Jahren einigermaßen entspannter gestalten.

Von Jens Schopp

Die Bilder vom Stadtfest-Wochenende in Uelzen

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