Über die Situation in der Pflege: Undine Podewils und Ilse Pennig nehmen Bundesgesundheitsminister in die Pflicht

Uelzener sprechen Klartext mit Bahr

+
Unhaltbare Fachkraftquoten, Anerkennung der Leistung und Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung – Undine Podewils machte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in Berlin eindringlich Anliegen der Pflegebranche klar.

Uelzen/Berlin. Die Diskussion bei seinem Besuch im November 2012 in Uelzen über den demografischen Wandel, Fachkräftemangel im Pflegebereich, die Wertschätzung der Pflegeberufe und eine familienfreundliche Personalpolitik waren besonders intensiv.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr lud die Leiterin des Curanum Pflege- und Betreuungszenrums St. Viti, Undine Podewils, und dessen 91-jährige Bewohnerin Ilse Pennig nach Berlin ein, um das Gespräch fortzusetzen und zu vertiefen. Und so reisten die 38-jährige Diplom-Pflegewirtin, die auch Vorstandsvorsitzende des Überbetrieblichen Verbundes Frau und Wirtschaft Lüneburg/Uelzen ist, und die Seniorin jetzt in die Bundeshauptstadt. Dort nahm Undine Podewils den Minister sogleich in die Pflicht: Für die Bindung und Gewinnung von Fachkräften in der Region engagiert, hatte sie einen Wunschzettel mit Forderungen an die Politik im Gepäck, den Bewohner und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung zu Themen wie den Prüfkriterien des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), der Pflegedokumentation, der Aus- und Fortbildung oder medizinischen Hilfsmitteln erstellt hatten.

„Ich bin sehr stolz, trotz des Fachkräftemangel noch so viele Mitarbeiter zu haben, die ihren Beruf mit Liebe und Verantwortung ausüben“, stellte Undine Podewils fest, „dennoch ist die Zukunft beängstigend.“ Die Arbeitgeber stünden vor sehr großen Herausforderungen. Sie müssten unter Nutzung aller vorhandenen, manchmal minimalen Ressourcen optimale und attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter schaffen. „Doch die verschiedensten Bemühungen seitens der Arbeitgeber zur Fachkräftegewinnung sind nicht ausreichend, sondern liegen auch in Verantwortung der Politik“, legte die Uelzenerin dem Bundesgesundheitsminister bei Pflaumenkuchen und Kaffee ans Herz.

Alles zu dem Gespräch lesen Sie am Freitag in der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare