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Uelzener Sportvereine in finanziellen Nöten

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Von: Norman Reuter

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Besonders treffen die massiv gestiegenen Energiepreise jene Vereine, die Sportanlagen unterhalten. Hier ein Fußball-Nachholspiel unter Flutlicht im März 2022 im Barumer Waldstadion zwischen den Bezirksligisten MTV Barum und TSV Bardowick.
Besonders treffen die massiv gestiegenen Energiepreise jene Vereine, die Sportanlagen unterhalten. Hier ein Fußball-Nachholspiel unter Flutlicht im März 2022 im Barumer Waldstadion zwischen den Bezirksligisten MTV Barum und TSV Bardowick. © Marud, Arek

Eine Abfrage des Kreissportbundes (KSB) Uelzen bei Vereinen zeigt, in welche finanzielle Schieflage sie angesichts der massiv gestiegenen Gas- und Strompreise geraten könnten, sollten Hilfen ausbleiben. In einem Schreiben des Turnvereins Uelzen (TVU) an die Hansestadt ist sogar von einer drohenden Insolvenz die Rede.

Uelzen – Im städtischen Sportausschuss berichtet Mario Miklis, Erster Vorsitzender des Kreissportbundes, am Dienstagabend, dass sich gegenüber dem KSB bisher 35 Vereine zu den finanziellen Mehrbelastungen durch die Energiekrise geäußert hätten. Demnach werden von diesen Vereinen für das kommende Jahr Mehrausgaben von insgesamt gut 240 000 Euro erwartet.

Laut Miklis besteht bei den erwarteten Mehrausgaben ein Stadt-Land-Gefälle: „Am teuersten ist es für die Vereine in der Stadt“, sagt der Vorsitzende. Das erkläre sich durch die mitgeteilten Preise der Stadtwerke Uelzen für Gas und Strom im Vergleich zu anderen Anbietern im Kreisgebiet. „Das macht einen gewaltigen Unterschied“, so Miklis.

Zur Lage der Vereine hat es bereits einen Energie-Gipfel zwischen dem Kreissportbund sowie Vertretern der Stadt und des Landkreises gegeben (AZ berichtete). Mit einem Schreiben von Mitte Oktober wurde dann bei Stadt und Kreis um finanzielle Hilfe gebeten, „um ein Vereinssterben zu verhindern“. Der TVU, der durch die Energiekrise eine Finanzlücke in der Vereinskasse von mehr als 40 000 Euro erwartet, stellte ebenfalls einen Antrag auf Unterstützung.

Der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling betont im Sportausschuss: „Wir lassen die Vereine nicht im Stich.“ Gleichwohl sind nach Auffassung der Stadt zunächst Bund und Land gefordert.

Florian Ebeling verweist auf die geplante Gaspreisbremse sowie auf das angekündigte Hilfspaket des Landes Niedersachsen. Sollten trotz dieser Hilfen Vereine in Nöte geraten, werde die Stadt helfen. Der Sportausschuss spricht sich am Dienstag dafür aus, dass Vorbereitungen für solche Fälle getroffen werden. Bereits im Zuge der Corona-Krise griff die Stadt Vereinen finanziell unter die Arme. » UELZEN

Im städtischen Sportausschuss berichtet Mario Miklis, Erster Vorsitzender des Kreissportbundes, am Dienstagabend, dass sich gegenüber dem KSB bisher 35 Vereine zu den finanziellen Mehrbelastungen durch die Energiekrise geäußert hätten. Demnach werden von diesen Vereinen für das kommende Jahr Mehrausgaben von insgesamt gut 240 000 Euro erwartet.

Laut Miklis besteht bei den erwarteten Mehrausgaben ein Stadt-Land-Gefälle: „Am teuersten ist es für die Vereine in der Stadt“, sagt der Vorsitzende. Das erkläre sich durch die mitgeteilten Preise der Stadtwerke Uelzen für Gas und Strom im Vergleich zu anderen Anbietern im Kreisgebiet. „Das macht einen gewaltigen Unterschied“, so Miklis.

Zur Lage der Vereine hat es bereits einen Energie-Gipfel zwischen dem Kreissportbund sowie Vertretern der Stadt und des Landkreises gegeben (AZ berichtete). Mit einem Schreiben von Mitte Oktober wurde dann bei Stadt und Kreis um finanzielle Hilfe gebeten, „um ein Vereinssterben zu verhindern“. Der TVU, der durch die Energiekrise eine Finanzlücke in der Vereinskasse von mehr als 40 000 Euro erwartet, stellte ebenfalls einen Antrag auf Unterstützung.

Der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling betont im Sportausschuss: „Wir lassen die Vereine nicht im Stich.“ Gleichwohl sind nach Auffassung der Stadt zunächst Bund und Land gefordert.

Florian Ebeling verweist auf die geplante Gaspreisbremse sowie auf das angekündigte Hilfspaket des Landes Niedersachsen. Sollten trotz dieser Hilfen Vereine in Nöte geraten, werde die Stadt helfen. Der Sportausschuss spricht sich am Dienstag dafür aus, dass Vorbereitungen für solche Fälle getroffen werden. Bereits im Zuge der Corona-Krise griff die Stadt Vereinen finanziell unter die Arme.

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