Zusammenarbeit von Bundespolizei und türkischer Polizei: Menschen-Schmuggler werden festgenommen

Uelzener Spezialkräfte im Schleuser-Einsatz

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Fünf mutmaßliche Schleuser wurden verhaftet, einer ging der Uelzener Einheit ins Netz

tm/dpa Uelzen/Berlin. Ermittler aus Deutschland und der Türkei haben einen Schleuserring gesprengt, der 1766 Migranten in schrottreifen Schiffen übers Mittelmeer geschmuggelt haben soll.

Bei Durchsuchungen in sechs Bundesländern wurden gestern fünf mutmaßliche Schleuser verhaftet, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. Auch in der Türkei gab es zahlreiche Festnahmen.

Auch 60 Beamte der Uelzener Beweis- und Festnahmehundertschaft der Bundespolizei waren im Einsatz, sie durchsuchten unter anderem Wohnungen in Berlin, Lübeck und Hannover. In der niedersächsischen Landeshauptstadt übernahmen die Uelzener Einsatzkräfte einen verhafteten Mann von der Spezialeinheit GSG 9, die immer dann eingesetzt wird, wenn bei den Verdächtigen mit einem Schusswaffeneinsatz zu rechnen ist. Einen Mann nahm die Uelzener Bundespolizei selbst fest. Zeitgleich wurden zehn Wohnungen in der Türkei durchsucht und zehn Personen festgenommen. Die Maßnahmen erfolgten in Istanbul, Mersin, Izmir und Hatay.

Die Festgenommenen sollen Migranten für jeweils mehrere tausend Dollar in sogenannten Geisterschiffen über das Mittelmeer geschmuggelt haben, bevor sie sie ihrem Schicksal überließen. Im Zuge des Polizeieinsatzes konnten die Beamten neben Bargeld und Auftragsbüchern auch Smartphones und Computer in Deutschland sicherstellen. Bei den in der Türkei durchgeführten Maßnahmen wurde die unerlaubte Weiterreise von 380 Migranten nach Europa verhindert. Ferner wurden durch den Informationsaustausch der türkischen Polizei mit den griechischen Behörden 204 Migranten durch die griechische Küstenwache aufgehalten. Politik

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