Feuerwehr, THW und DRK im Einsatz / André Pieper: „Arbeiten rund um die Uhr“

Uelzener sichern Elbdeiche

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Mehr als zwei Millionen Sandsäcke werden an der Elbe benötigt, damit der Flusslauf gesichert werden kann. THW-Mitglieder des Ortsverbandes Uelzen befüllten gestern Jutesäcke im Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg.

Uelzen/Lüneburg/Lüchow-Dannenberg. Sandsäcke werden befüllt, schweres Gerät herbeigeschafft, Deiche gesichert: Entlang der Elbe rüsten sich Anwohner und Hilfskräfte für eine erneute Jahrhundertflut, die zum Wochenende erwartet wird.

In den Nachbarlandkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg wurde bereits Katastrophenalarm ausgelöst. Seit gestern sind auch verstärkt Helfer aus dem Landkreis Uelzen dort im Einsatz.

Etwa 120 Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und Nord wurden gestern Morgen alarmiert, sie sichern seit dem Mittag im Landkreis Lüchow-Dannenberg bei Penkefitz den Elbdeich. „Etwa 60 Zentimeter soll der Deich mit Sandsäcken erhöht werden“, schilderte Uelzens stellvertretender Kreisbrandmeister André Pieper auf AZ-Nachfrage. Sandsäcke auf einer Länge von 20 Kilometern würden verbaut. Gearbeitet werde „rund um die Uhr“ in jeweils Zwölf-Stunden-Schichten, so Pieper. Der stellvertretende Kreisbrandmeister rechnet damit, dass der Einsatz länger als die vorgesehenen 48 Stunden dauern werde. Gestern Nachmittag wurden dann rund 100 weitere Kameraden der Feuerwehrbereitschaft in den Landkreis Lüneburg beordert, um dort bei Stiepelse bei einer Deichsicherung tätig zu werden, wie Stefan Burmester, Ortsbrandmeister von Jelmstorf, informierte. Für die Helfer begann gegen 19 Uhr die Nachtschicht.

Video: Mit Hochdruck gegen das Hochwasser

Bereits seit Mittwoch sind 14 Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW), Ortsverband Uelzen, an der Elbe im Einsatz. Ihr Auftrag zunächst: Die Sicherung des Kateminer Mühlenbachs, der bei Neu Darchau (Kreis Lüchow-Dannenberg) in die Elbe mündet. „In der Nacht zu Donnerstag wurde dann eine Kieskuhle zum Befüllen von Sandsäcken ausgeleuchtet“, so Sascha Plachetka, Zugführer im Ortsverband. Gestern waren die THW-Mitglieder auch für das Abfüllen von Sandsäcken verantwortlich. Mehr als zwei Millionen Jutesäcke werden benötigt, um den Flusslauf zu sichern. Noch sei die Lage „weitestgehend entspannt“, meinte André Pieper. Wer aber direkt an der Elbe arbeite, könne minütlich zuschauen, wie das Wasser steige. Mit einem kritischen Pegel des Flusses in Niedersachsen wird am Freitag gerechnet. Am Sonntag wird eine Hochwasserwelle aus dem Osten an der Landesgrenze erwartet.

Der Unterricht an Schulen nahe der Elbe in den Nachbarkreisen fällt aus, damit dort Helfer-Unterkünfte geschaffen werden können. Für die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort sind auch 15 DRK-Mitarbeiter aus dem Kreis Uelzen gestern ausgerückt.

Fotos von den Feuerwehr-Einsätzen

Mit Hochdruck gegen das Hochwasser

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