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Uelzener rastet am Bahnhof aus

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Von: Lars Becker

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DB-Mitarbeiter wurden getreten und bedroht. Foto: dpa
DB-Mitarbeiter wurden getreten und bedroht. Foto: dpa © Monika Skolimowska

Ein alkoholisierter, bereits polizeilich in Erscheinung getretener Mann aus Uelzen ist am Mittwochabend im Hundertwasser-Bahnhof ausgerastet, nachdem er von der Mitfahrt in einem Metronom ausgeschlossen worden war.

Uelzen – Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Bremen trat, bedrohte und beleidigte der 28-Jährige zwei Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn.

Der Vorfall habe sich am Mittwoch um 20.50 Uhr auf dem Bahnsteig 103 ereignet. Der alkoholisierte Mann habe sich zunächst mit dem Zugbegleiter gestritten und geweigert, den abfahrbereiten ME 82138 nach Hamburg zu verlassen. Dazu sei er aufgefordert worden, weil er keine Maske getragen und seine Füße auf den Sitz gelegt habe.

Zwei DB-Sicherheitsmitarbeiter (22/23) hätten den Uelzener dann ebenfalls aufgefordert, den Zug zu verlassen. Daraufhin soll sie der Mann als „Hurensöhne“ beleidigt und zudem bedroht haben, sie „abzustechen“. Wie Holger Jureczko, Pressesprecher der Bundespolizei, im AZ-Gespräch erläuterte, habe der die Bahn-Mitarbeiter auch tatsächlich mit Tritten an den Beinen getroffen, sie seien dadurch aber nicht ernsthaft verletzt worden. Der aggressive Mann sei auf dem Bahnsteig zu Boden gebracht worden, dann klickten die Handschellen. „Das war schon alles ziemlich öffentlichkeitswirksam“, so Jureczko weiter.

Die alarmierten Bundespolizisten stellten die Personalien des Mannes fest. Dabei stellte sich heraus, dass der 28-Jährige nicht nur polizeilich bekannt ist, sondern dass eine Aufenthaltsermittlung des Landgerichts Lüneburg vorlag. Mit einem Platzverweis wurde er schließlich entlassen. Den Uelzener erwartet eine Strafanzeige wegen Bedrohung, Beleidung und Körperverletzung.

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