Die Hände zu Himmel: Ausgelassene Stimmung bei Oktoberfest auf dem Herzogenplatz

Mordsgaudi bei Uelzener „Wiesn“

+
Volles Zelt und volle Maßkrüge: Ausgelassen wurde am Wochenende im großen Festzelt auf dem Herzogenplatz gefeiert.

Uelzen. Fröhlich feiernde Menschen machten den Herzogenplatz vor dem Rathaus für ein Wochenende zur „Wiesn“. Zwei Abende hintereinander tanzten, sangen, lachten bis zu 1500 Menschen im bis zum Bersten gefüllten Festzelt.

„Da brennt die Luft“, freuten sich die Gäste über die ausgelassene Stimmung zum Uelzener Oktoberfest. Mit bis zu zehn Maßkrügen liefen die Bedienungen vom Catering-Team Henkel los, um den Durst ihrer fröhlichen Gäste zu löschen. Wiesen-Brezeln, Schweinshaxe, Leberkäse, Bayerische Weißwürste und Käsespätzle machten sehr durstig. Die Band „Allgeier“ aus dem Allgäu brachte das Zelt mit einem umfangreichen Repertoire zum Beben. Vom Bayerischen Volkslied, Schlager, Stimmungslied bis hin zu fetzigen Rockstücken hatten die „Allgeier“ alles drauf.

Dirk und Sandra Mertinke gewannen eine Wochenendreise.

Kulinarisch und musikalisch für jeden etwas dabei. So feierten junge und ältere Gäste miteinander. „Wir haben uns schon vor Wochen mit der ganzen Clique für den Abend verabredet“, erzählt Friedrich Schürmann, während er stehend auf der Sitzbank tanzt und die Hände „mit Anton“ in den Himmel wirft. Viele Betriebsteams ließen sich von ihren Chefs zu diesem launigen Abend einladen. „Das ist schon Tradition“, sagten einige Gäste, „die ersten drei Maß und ein Essen geht auf den Chef. “ Das sei viel lustiger als die früheren Betriebsausflüge. „Den Freitag mit dem Chef und Samstag mit der Liebsten“, erzählten andere. Aber auch Chef Alexander Bruch kam Sonnabend mit seiner Frau Svetlana wieder. Auffallend viele Paare feierten in typischer Trachten-Kleidung. Nicht nur die Dirndl waren erheblich zahlreicher zu sehen als in den letzten Jahren, sondern auch die krachlederne Dreiviertelhose mit kariertem Hemd bereicherten das blau-weiße Flair im Zelt. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sich das Oktoberfest so weit von München entfernt in Uelzen etablieren konnte. Michaela Killian nutzte den Rummel auf dem Herzogenplatz für ihren Junggesellinnen-Abschied. Auch die Polizei war zufrieden mit dem Großereignis, weil „keine besonderen Vorkommnisse“ zu verzeichnen waren.

Von Angelika Jansen

Das Oktoberfest in Bildern

"O' zapft is" beim Uelzener Oktoberfest

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare