Unterricht in „Kohorten“

Uelzener Lessing-Gymnasium bereitet sich auf Normalbetrieb unter Corona vor

Hinweisschilder an den Türen weisen auf den Hygieneplan hin, während die gelb-schwarzen Pfeile auf dem Boden den Verkehr regeln: Imke Meyer sieht die Schule für den Betrieb gerüstet. Fotos: Bieling
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Hinweisschilder an den Türen weisen auf den Hygieneplan hin, während die gelb-schwarzen Pfeile auf dem Boden den Verkehr regeln: Imke Meyer sieht die Schule für den Betrieb gerüstet.

Uelzen – Direkt beim Eintreten fallen sie ins Auge: Die gelb-schwarzen Pfeile auf dem Boden weisen die Gangrichtung für Schüler und Lehrer des Lessing-Gymnasiums aus.

Sie sind nur eine der Maßnahmen, die in der Schule eingerichtet wurden, um einen möglichst kontaktlosen Betrieb zu gewährleisten.

Ab kommenden Donnerstag soll in Niedersachsens Schulen nach den Sommerferien wieder so etwas wie Normalität einkehren – die Rückkehr zum Präsenzunterricht steht auf dem Plan. Wichtigste Neuerungen: „Das Kohortenprinzip hebt die Abstandsregel auf“, wie Lehrerin Imke Meyer erklärt. So soll in voller Klassenstärke unterrichtet werden.

Große Fenster sollen für eine ausreichende Durchlüftung der Klassenräume sorgen.

Bedeutet konkret: Die Klassen und Jahrgänge werden in Kohorten eingeteilt, in deren Rahmen sich die Schüler begegnen dürfen. Die einzelnen Kohorten werden jedoch nach Möglichkeit räumlich wie zeitlich voneinander getrennt. Tritt also in einem Jahrgang eine Corona-Infektion auf, bleibt dieser Jahrgang zu Hause. Andere Jahrgänge wären davon nicht betroffen und könnten weiter in der Schule unterrichtet werden. Die abschließende Beratung über das Kohortensystem findet nächste Woche statt.

Nach wie vor gilt für Lehrer die Abstandsregel, da sie zwischen den Kohorten wechseln. Für den Notfall sollen sie aber auch gerüstet sein: Muss demnach Erste Hilfe geleistet werden, soll für jeden Lehrer ein Set mit Mundschutz und Handschuhen bereitliegen. Ansonsten soll eine Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Masken nur auf den Fluren, nicht aber im Klassenraum gelten. Weiterhin sind vor den Toiletten Wartebereiche gekennzeichnet, um auch die Schülerzahl in diesen Räumen zu begrenzen.

In den nächsten Tagen sollen die Räume wieder auf den Normalbetrieb vorbereitet werden. Die Einzeltische, die für die kleinen Unterrichtsgruppen vor den Ferien notwendig waren, sollen wieder weichen, um Platz für die Mehranzahl der Schüler zu schaffen. Für eine gute Durchlüftung sorgen große Fenster. „Das ist wirklich ein Segen“, zeigt sich Imke Meyer zufrieden.

Die Mensa hingegen wird vorerst noch nicht öffnen. Ein Nachmittagsunterricht finde zwar statt, erklärt Meyer, doch andere Angebote wie Arbeitsgemeinschaften seien nach wie vor ausgesetzt. Eine Öffnung der Mensa würde sich daher für den Caterer nicht lohnen.

„Man möchte die Normalität wieder, auch weil das für die Gesundheit der Schüler wichtig ist“, betont Meyer. Gleichzeitig müsse jedoch stets das Infektionsgeschehen im Blick behalten werden. Erfolg oder Misserfolg der Maßnahmen hängt von der ersten Zeit ab: „Die Herausforderung wird sein, wie sich die ersten zwei Wochen gestalten.“ VON DANIEL BIELING

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