Bundesweite Aktion zum Pflegenotstand / Betriebsratsvorsitzende Hildebrandt: Krankenhaus-Reform nur Tropfen auf den heißen Stein

Uelzener Klinikpersonal schickt „Signal an die Politik“

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Mitarbeiter des Uelzener Klinikums zeigen gestern Flagge: Sie halten einige von 162 000 Nummernkarten hoch. So viele Beschäftigte fehlen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi an deutschen Krankenhäusern.

nre Uelzen/Landkreis. Elisabeth Wolke, Mitarbeiterin des Uelzener Klinikums, weiß zu berichten: „Es gibt Patienten, die trauen sich teils gar nicht mehr zu klingeln, um den Krankenschwestern nicht noch mehr Stress zu machen.“

Dieser Zustand sei dem Personalnotstand in den Kliniken geschuldet, erklärt sie. Wolke ist eine von rund 50 Beschäftigten des Uelzener Krankenhauses, die gestern an einer bundesweiten Aktion für mehr Krankenhauspersonal (AZ berichtete) teilnehmen.

Gegen 13 Uhr werden einige von 162 000 Nummernkarten hochgehalten. So viele Beschäftigte fehlen nach einer Erhebung der Gewerkschaft Verdi an deutschen Kliniken. Eine von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Krankenhaus-Reform, die eine bis 3,5 Pflegestellen pro Klinik mehr zur Folge hätte, sei ein Tropfen auf dem heißen Stein, sagt Anne Hildebrandt, Betriebsratsvorsitzende des Klinikums Uelzen. Betriebsrat André Schramm erklärt: „Mit der heutigen Aktion wollen wir ein Signal an die Politik schicken, dass mehr passiert.“

Von Norman Reuter

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