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Uelzener Klinik-Mitarbeiter seit
7 Uhr im Warnstreik

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Von: Norman Reuter

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Die Streikenden setzten sich am Morgen zu einem kurzen Protestmarsch in Gang.
Die Streikenden setzten sich am Morgen zu einem kurzen Protestmarsch in Gang. © Reuter

Pflegekräfte und Auszubildende des Uelzener Helios-Klinikums haben heute die Arbeit niedergelegt. Sie streiken seit 7 Uhr für mehr Lohn.

Uelzen ‒ Der Arbeitskampf kommt nicht von ungefähr zum jetzigen Zeitpunkt, am Montag steht eine dritte Runde in den laufen Tarifverhandlungen an. Heute ist auch Internationaler Tag der Pflegenden.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) fordert für Beschäftigte eine Lohnerhöhung von 15 Prozent. "Das sind 7,2 Prozent Preissteigerung, und 8 Prozent Dividende, die Helios ausgeschüttet hat", sagt dazu am Morgen die Gewerkschaftssekretärin Silke Laatz gegenüber der AZ.

Mitarbeiter der Nacht- und Frühschicht haben sich am Morgen auf dem Parkplatz am Wildgatter, wenige Meter vom Klinikum versammelt. Ein kleiner Protestzug setzte sich gegen 9.30 Uhr in Bewegung, um einmal am Hagenskamp vorbei an dem Klinikum Flagge zu zeigen. Für die Versorgung der Patienten im Krankenhaus wurde voreine Vereinbarung zum Notbetrieb vereinbart. "Wir haben ein Notfalltelefon dabei. Sollte es Schwierigkeiten geben, sind wir gemeinsam bereit, einzuspringen", sagt gestern Andre Schramm als Mitglied der Tarifkommission.

Der Streik-Appell für heute richtete sich an die Mitarbeiter von insgesamt acht niedersächsischen Helios-Kliniken in Uelzen, Wittingen, Gifhorn, Cuxhaven, Herzberg am Harz, Hildesheim, Nienburg und Salzgitter, die Helios 2014 vom Rhön-Konzern übernommen hatte. 

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