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Uelzener Kinderstadtwette: Straßenkunst lässt Stadtchef bibbern

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Von: Norman Reuter

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Bürgermeister Jürgen Markwardt muss seine Wettschulden begleichen und baden gehen.
Bürgermeister Jürgen Markwardt muss seine Wettschulden begleichen und baden gehen. © Brand, Theresa

Die Kinder zeigen wieder einmal, dass auf sie Verlass ist: Bürgermeister Jürgen Markwardt hatte gewettet, dass es Jungen und Mädchen nicht schaffen, das Straßenpflaster in der Innenstadt in ein Kunstwerk zu verwandeln. Doch dem Regen zum Trotz greifen sie heute Nachmittag zur Kreide und der Bürgermeister muss in Eiswasser baden.

Uelzen – „Zehn, neun, acht, sieben ...“ – so schallt es gestern im Chor durch die Innenstadt. Denn die Kinder haben ihre Stadtwette gewonnen und nun geht Bürgermeister Jürgen Markwardt baden. „Ich bin total stolz auf meine Kinder hier in Uelzen“, sagt er noch zuvor. „So viele sind gekommen, und das trotz des Wetters.“

Gewettet hatte der Bürgermeister, dass die Kinder es nicht schaffen, die Veerßer Straße von der Einmündung An der St. Marien-Kirche bis zum Alten Rathaus mit Kreide zu bemalen. Doch der Uelzener Nachwuchs hat sogar noch mehr geschafft: Sogar vor dem Alten Rathaus ist am Nachmittag alles bunt.

Hier wird fleißig gemalt: Die Veerßer Straße wird bis zum Alten Rathaus mit Kreide verschönert.
Hier wird fleißig gemalt: Die Veerßer Straße wird bis zum Alten Rathaus mit Kreide verschönert. © Hansestadt Uelzen

Zur „Strafe“ muss Markwardt bei 13 Grad Außentemperatur in einen großen Bottich voller Wasser abtauchen – und in den schüttet zuvor Peter Hellström vom Uelzener Jugendzentrum extra noch eine große Portion Eiswürfel.

„Muss ich wirklich?“, versucht Markwardt ein letztes Mal, die Kinder zu überzeugen. Doch die sind sich einig: Er muss. In seinem blau-weißen Badedress klettert er auf das Brett. Hellström fordert alle auf: „So Kinder, ich fange an und ihr gebt das Kommando. Der Bürgermeister geht ....“ – „Baden!“, rufen alle zusammen und mit lautem Platschen kippt das Brett, auf dem Markwardt sitzt, nach vorne.

Prustend taucht er wieder auf, doch schon geht es munter weiter. Die umstehenden Kinder spritzen ihn nass, fordern eine zweite Runde. Und der Bürgermeister ist tapfer. „Mir ist kalt“, ruft er den Kindern zu, doch die kleinen Straßenkünstler lassen nicht locker, bis das Stadtoberhaupt ein zweites Mal ins Eiswasser taucht.

Vom Regen lassen sich die Kinder nicht abhalten, auch wenn die Kreide ein wenig verschwimmt.
Vom Regen lassen sich die Kinder nicht abhalten, auch wenn die Kreide ein wenig verschwimmt. © Brand, Theresa

Die Kinder haben sich den Sieg verdient: Die ganze Straße ist in bunten Farben bemalt, der Regen vermischt alles zu einem großen Gesamtkunstwerk. Doch das Wetter hält niemanden davon ab, mit Kreide das Pflaster zu verschönern – schließlich gibt es Regenjacken und viele bunte Regenschirme. Auch Hindernis-Parcours und Spielstationen sind aufgestellt, die Feuerwehr hebt einige Kinder in ihrem Korb mit der Drehleiter in die Höhe.

Zum Abschluss bekommt jedes Kind eine Packung Kreide. „Damit könnt ihr jetzt auch zu Hause die Straßen verschönern“, ruft Markwardt ihnen zu.

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