Bauunternehmer Saevecke ersteigert ehemaliges Hotel und plant dort Wohnungen

„Uelzener Hof“ verkauft

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Der Eingangsbereich zur Uelzener Innenstadt soll attraktiver werden: Bauunternehmer Horst Saevecke hat jetzt den leer stehenden „Uelzener Hof“ an der Lüneburger Straße ersteigert und will das Gebäude umbauen. 25 bis 30 Wohnungen sollen dort entstehen.

Uelzen. Ein Gebäude-Leerstand, der seit vielen Jahren das Uelzener Stadtbild prägt, soll bald der Vergangenheit angehören. Bauunternehmer Horst Saevecke hat jetzt das leer stehende ehemalige Hotel „Uelzener Hof“ an der Lüneburger Straße in Uelzen nach eigenen Worten „für eine sechsstellige Summe“ ersteigert.

Saevecke will das marode Gebäude umbauen und dort 25 bis 30 Privatwohnungen schaffen. Das Investitionsvolumen soll zwei bis drei Millionen Euro betragen, kündigte er an.

„Mein Wunsch ist, dass wir in diesem Jahr die Planung abschließen und im Frühjahr 2012 mit dem Umbau beginnen“, sagte Saevecke gestern gegenüber der AZ. Dabei werde das Gebäude des einstigen Hotels, das im hinteren Bereich bis zur Achterstraße reicht, vermutlich geringfügig erweitert. Eine große Anschlussbebauung auf der benachbarten Freifläche der Wachsmuthschen Klinke sei jedoch nicht geplant. „Das wäre eine Größenordnung, die meine Möglichkeiten sprengen würde“, erklärte Saevecke.

Allerdings gebe es noch kein fertiges Baukonzept, sondern bislang nur eine grobe Vorplanung. Doch die Tendenz sei eindeutig: „Dort wird es innerstädtisches Wohnen geben, nicht aber betreutes Wohnen oder einen Hotelbetrieb“, betonte Saevecke. Das Gebäude werde barrierefrei umgebaut, denn eine der Zielgruppen für die neue Nutzung seien Senioren. Doch auch junge Leute, die zentral in Uelzen leben wollten, könnten dort Wohnraum mieten oder erwerben, kündigte Saevecke an.

Wie viele Wohneinheiten entstehen, hänge von der Zahl der Stockwerke ab. „Auf alle Fälle wird es drei Etagen geben, vielleicht auch vier.“ Im Erdgeschoss des Gebäudes sei auch eine Gastronomie möglich, erklärte Saevecke. Alles Weitere müsse nun mit der Stadt Uelzen erörtert werden.

Diese zeigt sich von den Umbauplänen sehr angetan. „Ich bin heilfroh, dass es dort weitergeht“, sagte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Er ist erfreut, dass der Investor „ein Uelzener ist, der hier schon einige Bauprojekte verwirklicht hat. Das macht viel Mut, dass es da zügig vorangehen wird.“

Vor mehr als einem Jahr hatte sich bei der Stadt ein auswärtiger Interessent gemeldet, der den früheren „Uelzener Hof“ in ein Vier-Sterne-Hotel umwandeln wollte (AZ berichtete). Doch das Vorhaben zerschlug sich: Nach AZ-Informationen konnte der Mann das millionenschwere Projekt finanziell nicht absichern. „Das Wohnkonzept halte ich ohnehin für tragfähiger als einen Hotelbetrieb“, meinte Scheele-Krogull. Er wird sich nach dem Ende der Sommerferien mit Saevecke treffen und die Details des Bauvorhabens besprechen.

Von Bernd Schossadowski

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