Zum Jubiläum Vielfalt für die Ohren

Uelzener Hörzeitung erscheint zum 10. Geburtstag als Sonderausgabe

Ingeborg Hennings-von der Ohe und das gesamte Team der Uelzener Hörzeitung sind zurecht stolz auf die jetzt veröffentlichte Jubiläumsausgabe. An dieser haben zahlreiche Menschen engagiert mitgearbeitet.
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Ingeborg Hennings-von der Ohe und das gesamte Team der Uelzener Hörzeitung sind zurecht stolz auf die jetzt veröffentlichte Jubiläumsausgabe. An dieser haben zahlreiche Menschen engagiert mitgearbeitet.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Die Uelzener Hörzeitung für sehbehinderte und blinde Menschen feiert in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass ist jetzt eine umfangreiche Sonderausgabe veröffentlicht worden.

Uelzen – Woche für Woche entsteht seit 2011 in der Hansestadt Uelzen die „Hörzeitung“. Ehrenamtliche Sprecherinnen und Sprecher – aktuell deren 19 – lesen Artikel aus der AZ ein, die dann auf CD, MP3-Datei oder auch als Download im Internet für Abonnenten abrufbar sind. Zum zehnten Geburtstag ist jetzt eine eindrucksvolle Jubiläumsausgabe der Uelzener Hörzeitung erschienen, die die Regionalgruppe Uelzen des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen e.V. veröffentlicht hat.

Daran mitgewirkt hat eine Vielzahl an Menschen und Vereinen aus dem Landkreis Uelzen: Grußworte kommen von Landrat Heiko Blume und von Bürgermeister Jürgen Markwardt, Beiträge haben aber beispielsweise auch die Theatergruppe Suhlendorf oder das Neue Schauspielhaus Uelzen beigesteuert.

„Dieses Projekt hat uns viel Freude gemacht“

„Es ist zu hören: Alle sind mit dem Herzen dabei gewesen und hatten Freude daran, etwas beizutragen – auch jene, die sonst nicht mit der Hörzeitung zu tun haben. Dieses Projekt hat uns viel Freude gemacht, wobei besonders schön ist, dass sich auch ehemalige Sprecher noch einmal zu Wort gemeldet haben. Die Jubiläumsausgabe ist wirklich sehr gut angekommen“, resümiert Ingeborg Hennings-von der Ohe stellvertretend für alle, die am Entstehen der großen Sonderausgabe, auf der auch wieder einige Musikstücke verschiedener Stilrichtungen zu hören sind, ihren Anteil hatten.

Und sie weiß, dass die sogar noch umfangreicher hätte ausfallen können: „Für einige ist sie auch so sicher schon etwas zu lang, wir haben schon gekürzt.“

Musik, Sport, Wetter, Plattdeutsches und Gedichtetes

Die in zwölf Blöcke gegliederten Themen der eingesprochenen Beiträge sind sehr vielfältig: Da geht es um die Anfänge, die Geschichte und die Menschen hinter der Hörzeitung selbst, dann die Arbeit in der AZ-Redaktion, aber auch darum, wie Kirchenmusikerin Antje Kamp aus Bad Bodenteich die Corona-Zeit wahrgenommen hat oder wie es um die Barrierefreiheit in Bad Bevensen bestellt ist. Es gibt die Sportschau und das Wetter, Plattdeutsches wie Gedichtetes.

Auch wenn die Zahl der Hörerinnen und Hörer zuletzt auf 22 gesunken ist, die die Uelzener Hörzeitung für etwas mehr als 40 Euro im Jahr abonniert haben: An ein Ende des Projektes wollen Ingeborg Hennings-von der Ohe und ihre Mitstreiter noch lange nicht denken: „Wir machen weiter – wenn auch mit dem Wissen, dass wir irgendwann ein Auslaufmodell sind. Uns ist schon bewusst, dass es uns vielleicht noch einmal zehn Jahre gibt“, sagt Hennings-von der Ohe ohne jeden Gram. Denn: „Ich bin richtig froh, dass wir diesen technischen Fortschritt haben. Sehbehindert und blinde Menschen haben dadurch viele Vorteile. Smartphones und Computer mit neuer Vorlesetechnik sind da ein großer Segen“, so die langjährige Verantwortliche der Uelzener Hörzeitung.

Vorlesefunktion im E-Paper der AZ

Sie verweist stellvertretend auf die Vorlesefunktion des E-Papers der AZ oder darauf, dass die Schriftgröße einzelner Artikel erhöht werden kann. „Die jetzt noch jüngeren Menschen mit einer Sehbehinderung – vielleicht die heutige Generation ab 70 – sind technisch einfach deutlich fitter und können neue Angebote in Anspruch nehmen“, so Ingeborg Hennings-von der Ohe.

Wer ein Exemplar der jetzt erschienenen Jubiläumsausgabe der Uelzener Hörzeitung haben möchte, wer Mitglied oder aber ehrenamtlicher Sprecher werden möchte, kann sich an Ingeborg Hennings-von der Ohe wenden, die alle Fragen gerne telefonisch unter (0 58 20) 398 oder auch per E-Mail an ingeborg.von.der.ohe@onlinehome.de beantwortet.

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