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Uelzener Hafen fährt neue Rekordzahlen ein

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Von: Norman Reuter

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Schiffsumschlag am Uelzener Hafen
Alltag am Uelzener Hafen: Ein Binnenschiff wird am Kai beladen. Neben dem Schiffsumschlag hat auch der Landumschlag Bedeutung für den Hafen als Wirtschaftsstandort. © Reuter, Norman

Am Uelzener Hafen sind 2021 erstmals mehr als eine halbe Million Tonnen an Gütern umgeschlagen worden. Auch im ersten Quartal des neuen Jahren waren die Umschlagszahlen hoch.

Uelzen - Kohle, Holz, Getreide, Baustoffe: Der Uelzener Hafen hat als Umschlagsplatz von Gütern noch einmal an Bedeutung gewonnen. Thorsten Winkler, Hafenmeister und Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Port Logistics Uelzen GmbH, berichtet von einem neuen Rekordjahr. „2021 wurden in Uelzen erstmals mehr als eine halbe Millionen Gütertonnen umgeschlagen“, sagt er.

Damit ist der Hafen im vergangenen Jahr auch an Grenzen gestoßen: Winkler sah sich nach eigenen Angaben damit konfrontiert, Anfragen für den Umschlag von Gütern ablehnen zu müssen. Am Uelzener Hafen werden nicht nur Schiffe ent- und beladen. Ein Umschlag erfolgt auch von Zügen auf Lkws oder umgekehrt. „Wir haben Züge weiter zu anderen Häfen fahren lassen müssen“, so Winkler.

Dass neben dem Schiffsumschlag auch ein Landumschlag möglich ist, half dem Hafen in zurückliegenden Jahren bereits als Wirtschaftsstandort. Das war auch 2021 so. Rüben für die Zuckerproduktion in Uelzen erreichen inzwischen mithilfe von Zügen die Hansestadt, werden am Hafen umgeladen. Die Vereinigten Saatzuchten Ebstorf (VSE) haben, wie berichtet, am Hafen zusätzliche Silos errichten lassen, über die Binnenschiffe mit Getreide beladen werden. Dies alles mache sich in der Hafenstatistik bemerkbar, so Thorsten Winkler.

Auch die Bautätigkeit kam dem Hafen zugute. Beim Verladen von Baustoffen habe es wahrnehmbare Zuwächse gegeben. Wichtig ist der Umschlagsplatz auch für holzverarbeitende Betriebe in Uelzen. Beim Blick in die Bücher des Hafens zeigt sich, dass Getreide (191 203 t), Holz (109 864 t) und Dünger (69 358 t) am stärksten 2021 umgeschlagen wurden.

Wie Thorsten Winkler sagt, seien auch im ersten Quartal des neuen Jahres wieder hohe Umschlagszahlen festgehalten worden. „Der Trend ist ungebrochen“, so der Hafenmeister.

2022 war bisher vom Krieg in der Ukraine, hohen Preisen für Energiestoffe und Baumaterialien sowie einem überraschenden Stopp der Kfw-Förderung für den Hausbau geprägt. Thorsten Winkler meint, dass perspektivisch auch der Verzicht auf umweltschädliche Energieträger auch eine Rolle spielen werde. Am Uelzener Hafen wird beispielsweise Kohle für die Zuckerfabrik umgeschlagen. Trotz der weltpolitischen Lage und den Umbau der Wirtschaft zum Schutz des Klimas hat der Hafenmeister die Hoffnung, dass das Niveau, dass zuletzt erreicht wurde, in den kommenden Jahren gehalten, wenn nicht sogar noch verbessert werden kann.

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