Höchste Baustelle der Stadt

Uelzener Funkturm wird saniert

Der Funkturm ist ein Sanierungsfall: Die untere Plattform erhält eine neue „Schutzschicht“.
+
Der Funkturm ist ein Sanierungsfall: Die untere Plattform erhält eine neue „Schutzschicht“.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
    schließen

Er prägt inzwischen seit mehr als 40 Jahren das Uelzener Stadtbild: der Funkturm. Zurzeit ist er ein Sanierungsfall. Weil Wind und Wetter dem Bauwerk zugesetzt haben, benötigt die untere Antennenplattform eine neue Schicht mit Spritzbeton. Die Arbeiten – sie laufen seit Frühjahr – erfolgen in gut 100 Meter Höhe.

Uelzen – Es sind Arbeiten in schwindelerregender Höhe: Die untere Antennenplattform des Uelzener Funkturms wird zurzeit saniert. Die für das Bauwerk zuständige Gesellschaft „Deutsche Funkturm“, sie gehört zur Telekom-Gruppe, erläutert auf Anfrage: „Unsere Türme sind ständig extremen Wetterbedingungen ausgesetzt und benötigen in regelmäßigen Abständen eine neue ,Schutzschicht‘.“

Erbaut wurde Uelzens Funkturm Ende der 1970er- Jahre als Fernmeldeturm, fertig war er im Juni 1979 und ergänzte fortan ein dichtes Netz von etwa 500 Fernmeldetürmen, die in den 1960ern bis 1980ern in die Höhe wuchsen, und die jeweils 30 bis 50 Kilometer entfernt standen, um beispielsweise Ferngespräche zu transportieren (Siehe auch Zum Thema). Auf ihm heute installierte Antennen und Technik versorgen Uelzen und Umgebung mit Mobilfunk, Richtfunk, Radio und Fernsehen. Der Sendebetrieb sei von der laufenden Sanierung nicht beeinträchtigt, erklärt die Deutsche Funkturm.

Bereits im Frühjahr ist mit den Arbeiten begonnen worden, aber sie sind längst nicht abgeschlossen. In gut 100 Meter Höhe ist für die Sanierung unterhalb der Antennenplattform eine Konstruktion geschaffen worden, die jedem mit Höhenangst sicher das Schaudern lehrt.

Montiert ist ein bewegliches Hängegerüst, das sich um den Turmschaft drehen lässt, sodass die komplette Unterseite der Plattform zu erreichen ist. Auf ihm sind die Bauarbeiter am Werk, haben bereits an der Unterseite der Plattform Beton abgeschlagen. Eine strapaziöse Arbeit. Die Deutsche Funkturm führt aus, dass mithilfe von Spritzbeton dann eine neue Schutzschicht auf die Unterseite aufgetragen werde.

Das Bild am Boden: Für die anfallenden Betonreste sind Schütten auf dem Betriebsgelände des Turms aufgestellt worden. Für Pausen und Administratives steht den Kräften ein Container zur Verfügung. Mit einem Abschluss der Arbeiten ist nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen. Herbst und Winter, womöglich mit extremen Wetterbedingungen wie Stürmen und starkem Schneefall, stehen bevor. Die Deutsche Funkturm: „Der zeitliche Ablauf der Arbeiten hängt stark von den Witterungsbedingungen ab.“ Die Arbeiten würden über den Winter eingestellt, Restarbeiten sollen im nächsten Frühjahr abgeschlossen werden.

Ihren Sitz hat die Deutsche Funkturm in Münster, plant, realisiert und betreibt nach eigenen Angaben Funkstandorte. Gut 32 800 Funkstandorte in Deutschland werden von ihr betrieben, darunter auch der Standort in Uelzen. Mit welchen Kosten die Arbeiten am Turm im Gewerbegebiet im Norden der Stadt verbunden sind, sagt die Deutsche Funkturm nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare