THW-Mitarbeiter Sascha Plachetka leistet Führungsunterstützung beim Transport des Containerschiffs

Uelzener bei „Flaminia“-Rettung

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Sascha Plachetka war in der Gruppe der „Lagedarstellung“ beim Einsatz für den Transport der MSC Flaminia nach Deutschland.

kah Cuxhaven/Uelzen. Das Unglück auf dem Containerfrachtschiff „MSC Flaminia“ forderte auch den Einsatz des THW Uelzen: Zur Unterstützung des Havariestabes forderte das Havariekommando Spezialisten der Fachgruppe Führung und Kommunikation an.

Einsatzkräfte aus vielen THW-Ortsverbänden Niedersachsens und Bremens waren bis Ende der vergangenen Woche im Einsatz und leisteten Führungsunterstützung für die Einsatzleitung. Darunter war auch der Uelzener Sascha Plachetka, Zugführer des THW Uelzen.

Der Anruf beim Technischen Hilfswerk Uelzen war etwa am 24. August eingegangen, erinnert sich Plachetka. Eine gute Woche hatte der Ehrenamtler Zeit, seinen Arbeits-Dienstplan in Uelzen zu organisieren, damit er mithelfen kann. Dann ging es am 3. September nach Cuxhaven zu der dortigen Gruppe für die Lagedarstellung des Havariekommandos, in dem die Lage auf Großbildschirmen wiedergegeben wurde. Aktuelle Fotos und einsatzrelevante Dokumente konnten so schnell für alle Beteiligten dargestellt werden. Parallel wurde mit taktischen Zeichen gearbeitet.

Unter anderem kamen das Einsatzführungsprogramm TecBos und ein von einem THW-Informatiker kurzfristig selbst geschriebenes Kartenprogramm zum Einsatz. Umringt war Plachetka von vielen Hauptamtlern. „Sehr professionell“, sagt er, war sein Eindruck der Kollegen, die halfen, das havarierte Containerschiff bis Helgoland zu bringen, von wo es schließlich bis zum Jade-Weser-Port bei Wilhelmshaven geschleppt wurde. Die Kollegen waren zum großen Teil Kapitäne zur See, darunter auch Polizeibeamte oder „Rescue-Engeneers“.

Seit Ende August lösten sich die Helfer der verschiedenen Ortsverbände ab. Sie waren als Führungsgehilfen in der Informationsaufbereitung und Lagedarstellung tätig. Mit der Fachgruppe Führung und Kommunikation (FK) verfügt das THW über eine Spezialgruppe, die bei Großschadenslagen technische und personelle Unterstützung für Einsatzleitungen leisten kann. Sie verfügt über einen Kommunikationstrupp und einen Führungsstab. Bei Bedarf werden die Stäbe von qualifizierten Zugführern aus den Ortsverbänden unterstützt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem THW und dem Havariekommando wird seit mehreren Jahren in verschiedenen Übungen regelmäßig trainiert und vertieft. Die Unterstützung für die Bewältigung der Lage der „Flaminia“ ist der zweite reale gemeinsame Einsatz in diesem Jahr.

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