Dem Abitur am Herzog-Ernst-Gymnasium folgte eine steile wissenschaftliche Karriere

Uelzener erhält Ehrendoktorwürde

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Feierliche Ehrung für den ehemaligen Schüler des Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasiums: Prof. Dr. Dr. h.c. Gabius beim Eintragen in das Goldene Buch in Prag.

kt Uelzen. Für seine Arbeiten zur Entschlüsselung des Zuckercodes wurde einem ehemaligen Schüler des Herzog-Ernst-Gymnasiums (HEG) die Ehrendoktorwürde für Medizin an der Karls-Universität Prag verliehen.

1974 machte Hans-Joachim Gabius sein Abitur an dem Uelzener Gymnasium und studierte anschließend als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes in Hannover Biochemie. Doktorandenzeit, Promotion und die Arbeit als Postdoc führten ihn mehrfach nach San Diego und Göttingen, wo er anschließend als wissenschaftlicher Assistent auf den Gebieten Biochemie und Zellbiologie forschte. 1987 wurde Dr. Gabius in Göttingen für Biochemie habilitiert. Eine Professur für Biochemie und Zellbiologie am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen und eine Professur für Glykobiochemie und angewandte Tumorlektinologie an der Philipps-Universität Marburg waren die nächsten wissenschaftlichen Schritte. Seit 1993 ist Prof. Dr. Gabius an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Ordinarius am Lehrstuhl für Physiologische Chemie. Heute lebt Gabius verheiratet bei München.

Die 1347 gegründete Karls-Universität in Prag verlieh ihm nun die Ehrendoktorwürde für Medizin. Als Begründung werden seine besonderen Verdienste um die Entschlüsselung des Zuckercodes (3. Alphabet des Lebens) genannt. In seiner Dankesrede nannte Prof. Dr. Gabius in Prag das HEG ausdrücklich, „dem ich mich zu Dank verpflichtet fühle (z. B. die neu eingerichtete Kollegstufe war für meinen Weg sehr wichtig).”

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