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Uelzener Energiesparpaket: Straßenlaternen werden zum Zankapfel

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Von: Norman Reuter

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Eine Laterne in Niedersachsen
Die Straßenlaternen werden in der Hansestadt Uelzen früher abgeschaltet. © Stefan Jaitner

Nach einer in Teilen hoch emotionalen Diskussion hat der Rat der Hansestadt Uelzen am Montagabend das Energiesparpaket für die kommenden Monate beschlossen. Einzelne Maßnahmen sind im Rat umstritten - allen voran das frühere Abschalten von Straßenlaternen.

Uelzen – Die Säle der Stadthalle werden von Januar bis Ende März nicht für Veranstaltungen zur Verfügung stehen; die St.-Viti-Kapelle bleibt geschlossen. In den Turnhallen der Grundschulen, die auch von Vereinen genutzt werden, kann nur kalt geduscht werden. Und in Teilen der Kernstadt sowie in allen Ortsteilen werden zwischen 22.30 Uhr und 5 Uhr morgens die Straßenlaternen ausgestellt. Ausgenommen werden die Zebrastreifen sein, für die es nach Aussage von Bürgermeister Jürgen Markwardt eine Beleuchtungspflicht existiert.

Das frühere Ausschalten von Straßenlaternen ist die umstrittenste Maßnahme im Paket. Die CDU-Fraktion übte am Montag an ihr deutliche Kritik. Ausgespart werden vom Abschalten Innenstadtbereiche, die laut Jürgen Markwardt mit der Polizei abgestimmt wurden. Für CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl erschloss sich die Auswahl nicht: Er verwies auf wichtige Radweg-Verbindungen aus Ortsteilen in die Kernstadt, für die auch eine Beleuchtung angebracht wäre. Es wäre sinnvoller gewesen, den Beleuchtungsplan nach Aspekten der Verkehrssicherheitspflicht zu erstellen, meinte er. „In dieser Generalität tragen wird das so nicht mit“, so Hüdepohl. Auch die Sicherheit wurde thematisiert.

Über die einzelnen Maßnahmen wurde einzeln abgestimmt: Für das frühere Ausschalten der Laternen stimmten 21 Ratsmitglieder, dagegen 17.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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