Klares Meinungsbild hiesiger Christdemokraten: Entscheidungshilfe für Delegierte

Uelzener CDU-Basis will Merz

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Geht es nach den Uelzener Christdemokraten, so sollte Friedrich Merz Nachfolger von CDU-Chefin Angela Merkel werden. 

Uelzen/Landkreis. Das Ergebnis ist eindeutig: Geht es nach den Uelzener Christdemokraten, dann sollte Friedrich Merz künftig Bundesvorsitzender der CDU sein.

Unmittelbar vor dem Bundesparteitag, bei dem am Freitag in Hamburg die Nachfolge von Angela Merkel geregelt wird, sind die hiesigen Christdemokraten zu einem außerordentlichen Treffen in Hanstedt II zusammengekommen. Sie sprachen sich dort mit 77 Prozent für Merz als Bundesvorsitzenden aus.

Das Meinungsbild ist als Entscheidungshilfe für die beiden Uelzener Delegierten, Juliane von der Ohe und Max Lemm, gedacht, die am Freitag mit über die Merkel-Nachfolge entscheiden. Wenngleich der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, Jörg Hillmer, im AZ-Gespräch erklärt, dass das Votum der Mitglieder nicht bindend für die Delegierten sei, hätten diese jedoch zugesichert, die Meinung ihrer Parteikollegen beim Bundesparteitag eins zu eins einbringen zu wollen.

Jörg Hillmer hatte sich für das außerordentliche Treffen der Uelzener Christdemokraten im Vorfeld des Bundesparteitages ausgesprochen. Der Kreisverbandsvorsitzende hatte aus zahlreichen Gesprächen mitgenommen, dass die Basis bei der Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden oder einer Bundesvorsitzenden mitreden wollte (AZ berichtete). Mit dem Treffen am Montagabend wurde dem Rechnung getragen. Rund 60 CDU-Mitglieder aus dem Landkreis nahmen daran teil, die Veranstaltung war nicht öffentlich. „Gut eineinhalb Stunden wurde intensiv diskutiert“, schildert Jörg Hillmer.

Im Bewerberfeld gelten Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn als die aussichtsreichsten Kandidaten für die Merkel-Nachfolge. Für alle drei seien Argumente in Hanstedt II vorgebracht worden, so Hillmer. Merz traue man zu, auch schwierige Themen anzusprechen und auszudiskutieren.

Von Norman Reuter

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