Deutschlandweiter Einsatz

Uelzener Bundespolizei beteiligt: Schlag gegen Schleuser

Die Uelzener Bundespolizei war am deutschlandweiten Schlag gegen Schleuser beteiligt.
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Die Uelzener Bundespolizei war am deutschlandweiten Schlag gegen Schleuser beteiligt.

Halle/Uelzen – Durchsuchungen in mehr als 60 Wohn- und Geschäftsräumen, zehn Verdächtige und über 800 Polizeibeamte im Einsatz: Gestern kommt es zu einem bundesweiten Schlag gegen Schleuserkriminalität in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen.

Es geht um illegale Beschäftigung in der Fleischindustrie. Auch die Uelzener Bundespolizei ist mit 127 Beamten im Einsatz.

„Die Uelzener Kräfte durchsuchten 29 Objekte im Bereich Weißenfels bei Halle an der Saale und stellten umfangreiche Beweismittel sicher“, berichtet Friedrich-Wilhelm Schulz, Pressesprecher der Bundespolizeiabteilung Uelzen-Heinberg. Darunter befanden sich Datenträger, Geschäftsunterlagen und weitere Dokumente.

Die Ermittlungen richten sich gegen zehn Personen, denen vorgeworfen wird, mithilfe verschiedener Zeitarbeitsfirmen mindestens 82 Personen nach Deutschland eingeschleust zu haben. Sie sollen gefälschte europäische Ausweisdokumente beschafft haben, um die überwiegend osteuropäischen Staatsangehörigen bei den zuständigen Ämtern als EU-Bürger zu melden. Außerdem sollen sie sogenannte Scheinstudenten in Arbeit gebracht haben. Hierfür wurden gefälschte Immatrikulationsbescheinigungen benutzt. Laut Berechnungen der Ermittler sollen die Täter so 1,5 Millionen Euro verdient haben.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um sechs Deutsche, drei Polen sowie eine Ukrainerin. Vier der sechs deutschen Beschuldigten haben eine russische Herkunft, einer eine kosovarische. VON LARS LOHMANN

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