Proteste in Gorleben: Politiker fordern die Einstellung der Erkundungsarbeiten

Uelzener blockieren Endlager

Die ersten Politiker waren schon früh vor Ort, dann kamen rund hundert Demonstranten zur Blockade in Gorleben. Foto: Privat

dib/dpa Uelzen/Gorleben. Die Baustelle des Salzbergwerkes in Gorleben wurde gestern Mittag von Politikern aus ganz Deutschland blockiert.

Darunter waren auch die Landtagsabgeordnete der Grünen, Miriam Staudte, und die Abgeordnete der Grünen im Europa-Parlament, Rebecca Harms, sowie Landratskandidat Raimund Nowak und weitere Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Uelzen. Nach Angaben von Bernd Ebeling (Bündnis 90/Die Grünen) aus Uelzen waren rund hundert Demonstranten vor Ort.

Die Blockade war auf Initiative von Bundestagsabgeordneten des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Gorleben organisiert worden. Bei einem gemeinsamen Frühstück vor dem Haupttor und Diskussionsrunden zum Asse- und Gorleben-Untersuchungsausschuss forderten die Politiker die sofortige Einstellung der Erkundungsarbeiten in Gorleben und die Aufgabe als Entsorgungsstandort für jeglichen Atommüll.

Nach Ansicht von Raimund Nowak ist die Sicherheitsfrage im Zwischenlager Gorleben so bedeutsam, dass Ministerpräsident David McAllister sie zur Chefsache machen müsse. „Ich erwarte eine klärende Stellungnahme des Ministerpräsidenten, auch angesichts des für den 7. September vorgesehenen Besuches von McAllister in Uelzen“, sagte Raimund Nowak.

Unterdessen hat auch die Deutsche Polizeigewerkschaft in Niedersachsen nach dem Anstieg von Strahlenwerten am Atommüll-Zwischenlager Gorleben zu einem Castor-Stopp aufgerufen. Die erhöhten Werte hätten die Polizisten verunsichert. Seite 22

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