Ballett mit Lokalkolorit

Uelzener Ballettschüler glänzten bei „Nussknacker“-Aufführung

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Spitzentanz mit den ganz Großen: Uelzener Ballettschüler erhielten die Gelegenheit die Aufführung des Russischen Nationalballetts mitzugestalten.

Uelzen. Den Ballettklassiker „Der Nussknacker“ in einer Inszenierung des Russischen Nationalballetts Moskaus auf der Bühne zu erleben, gehört sicherlich zu den Höhepunkten einer jeden Theatersaison.

Und so wurde auch das Uelzener Publikum am Freitagabend im Theater an der Ilmenau mit einem opulenten Bühnenbild, märchenhafter Kostümierung und tänzerischer Perfektion vom Allerfeinsten verwöhnt.

Körperbeherrschung par excellence – vor opulenter Kulisse boten die Balletttänzer Hochkarätiges.

„Nirgendwo sonst werden Gefühle eindrucksvoller erlebt und anmutiger dargestellt, als im Ballett, das in vollkommener Harmonie Musik, bildende Künste, Theater und Tanz vereint“, erklärt Produzentin Rimma Wachsmann. Da sich Ballett bekanntlich nicht durch Worte, sondern ausschließlich durch tänzerische Mimik und Gestik erklärt und ausdrückt, rief sie 2002 das Projekt „Kinder für Kinder und mit Kindern“ ins Leben. „Zunächst war da die Idee, eine Erzählerin einzuführen, die die manchmal sehr komplexen Szenen erläutert und für das Publikum verständlich macht“, so die Produzentin. „In einem zweiten Schritt haben wir dann begonnen, örtliche Ballettschulen zu kontaktieren, um deren Schülern die Möglichkeit zu bieten, aktiv am Bühnengeschehen teilzunehmen. So werden die Kinder an das Ballett herangeführt und lernen nicht nur etwas über die Künste, sondern werden sogar ein Teil davon.“ In Uelzen funktioniert diese Symbiose durch die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis und dem Tanzstudio Graf schon seit nunmehr fünf Jahren: „Wir bekommen nur die Musikvorlage der jeweiligen Inszenierung, die Choreografie erstelle ich immer in Eigenregie“, sagt Leiterin Karin Graf.

Und so wurde die Aufführung des Nussknackers in Uelzen mit einer gehörigen Prise Lokalkolorit in Form der sogenannten Charaktertänze gewürzt. Die Ballettschüler unterschiedlicher Altersstufen hatten ihre Auftritte zu Beginn des zweiten Aktes, als Untermalung der spanischen, orientalischen, chinesischen, russischen und französischen Tänze.

Von Oliver Huchthausen

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