Zusammenlegung soll Arbeitsplätze schaffen

Uelzener Autohaus Wolter fusioniert mit D&L

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Das Geschäftsführer-Trio: Achim Wolter, Jens-Peter Laudien und Christian Hackbarth. Gestern Abend stellten sie die Fusionspläne in Bienenbüttel der Belegschaft vor.

UELZEN/LÜNEBURG - Die Uelzener Wolter-Gruppe wächst weiter: Sie fusioniert mit dem Lüneburger Unternehmen Dannacker&Laudien (D&L). Am Donnerstagabend wurden die knapp 400 Mitarbeiter beider Firmen in der Bienenbütteler Ilmenauhalle über die Details des Zusammenschlusses informiert.

Die Wolter-Gruppe entwickelt sich durch die Fusion zu einem der größten Autohäuser im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover. An den nunmehr neun Standorten in Uelzen (3x), Oldenstadt, Ebstorf, Bad Bevensen, Lüneburg (2x) und Lüchow zählen neben Audi, VW und VW Nutzfahrzeuge auch Skoda und Fiat zu den Automobilmarken. Verwaltung und Buchhaltung sind im VW-Zentrum an der Oldenstädter Straße angesiedelt.

Jens-Peter Laudien sprach am Donnerstag von einem „Meilenstein in der Firmengeschichte“. Er ist einer von drei Geschäftsführern und verantwortlich für den Servicebereich und Teiledienst. Achim Wolter ist zuständig für Verwaltung und Marketing, Christian Hackbarth für den Vertrieb.

Mit der Fusion folgt die Wolter-Gruppe einem Trend in der Branche. Denn nach einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) wächst die Konzentration im Automobilhandel. Hauptgründe seien die schwierige Ertragslage, aber auch der Umstand, dass die Hersteller in ihrer Vertriebspolitik stärker auf große Händler setzen, die eher als kleine Händler in der Lage seien, die immer ausdifferenzierteren Modellprogramme ihren Kunden zu präsentieren. Letzteres bestätigt auch Jens-Peter Laudien: „Im Jahr 2018 will Audi 60 und VW 55 Modelle auf dem Markt haben – ein Autohaus unserer Größenordnung hätte das nicht mehr abbilden können“, sagt er.

Die Wolter-Gruppe und D&L haben im Jahr 2013 insgesamt 2986 Neuwagen und 3120 Gebrauchtfahrzeuge verkauft. Sie beschäftigen zusammen 384 Mitarbeiter, darunter 75 Auszubildende. Nach dem Zusammenschluss sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Denn durch die Fusion sei eine stärkere Spezialisierung der Abteilungen möglich, erläutert Achim Wolter: „So können wir auch spezielle Angebote wie Hochvolttechniker für Elektroautos vorhalten“.

Er kündigte weitere Investitionen unter anderem in Uelzen an. Namentlich ändert sich durch die Fusion nichts – auch die Ansprechpartner für die Geschäfts- und Privatkunden bleiben erhalten.

Von Thomas Mitzlaff

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