Lokführer auf dem Fußweg

Uelzener Andreas Hacke besitzt zwei Dampfmaschinen

+
„Sir Rolf“ schafft bis zu sechs Stundenkilometer. Andreas Hacke transportiert das benötigte Wasser auf einem Anhänger.

Uelzen – Mit maximal sechs Stundenkilometern schafft Andreas Hacke bis zu zehn Kilometer. Das Ganze wohlgemerkt nicht zu Fuß, sondern im (gebeugten) Sitzen auf seiner Modell-Dampflok.

Es handelt sich dabei um eine original nachgebaute Dampfmaschine, die mit Wasserdampf betrieben wird. Der Traktor im Maßstab 1:2,7 stammt von der Firma Zimmermann, Typ Burrell Agricultural, in Öhringen (Baden-Württemberg) und befindet sich seit neun Jahren in seinem Besitz.

Auf einem Anhänger transportiert Hacke das benötige Wasser für die Fahrt. Er selbst trägt Handschuhe und Hosenträger. „Die Leute schauen natürlich, wenn ich mit der Dampflok fahre. Es ergeben sich schnell Gespräche“, sagt der ehemalige Uelzener Apotheker, der auf dem Fußgänger-/Radweg von Uelzen aus bis nach Ripdorf und Oldenstadt mit seiner 1,70 Meter großen und 530 Kilogramm schweren, grünen Dampflok unterwegs ist.

Der gebürtige Lippstädter nennt seine Dampflok liebevoll „Sir Rolf“, benannt nach seinem Vater Rolf. Mit „Lisbeth“ befindet sich zudem noch eine zweite Dampflok in seinem Besitz. Im Jahr 2001 kaufte Hacke dieses Modell, das im Vergleich zu Sir Rolf mit einer Länge von 1,18 Meter kürzer ist und auch nur 127 Kilogramm schwer. Lisbeth, benannt nach seiner Mutter Elisabeth, wurde im Maßstab 1:3,7 nachgebaut. Beide Dampfloks haben ihren Ursprung in England, worauf auch die beiden Fahnen bei Sir Rolf hindeuten: eine von Großbritannien und eine von England.

Seine Leidenschaft für den Modellbau habe der Rentner schon lange. Mit Schiffsmodellen habe es irgendwann angefangen, bis er schließlich seine Vorliebe für die Dampfloks entdeckte. Die Schiffe tragen sogar die Namen seiner drei Kinder Franziska, Hubertus und Konstanze.

VON TIMO HÖLSCHER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare