Eine Pflegestätte am Waldrand

Uelzener Advent-Seniorenheim besteht nun seit 50 Jahren

Georg Remmert leitet heute das Advent-Seniorenheim an der Waldstraße. Dörte Janning ist für die Sozialarbeit in der Uelzener Einrichtung zuständig.
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Georg Remmert leitet heute das Advent-Seniorenheim an der Waldstraße. Dörte Janning ist für die Sozialarbeit in der Uelzener Einrichtung zuständig.

Uelzen – Von ihrer Wohnung bis zur einstigen Wirkungsstätte sind es nur wenige Meter. Giesela und Herbert Wagner waren mit der Eröffnung des Advent-Seniorenheimes in Uelzen im Jahr 1969 die ersten Leiter der Einrichtung.

Herbert Wagner, inzwischen 91 Jahre alt, und seine Frau besuchen, wenngleich sie noch in einer eigenen Wohnung leben, gerne das Heim. Man komme dort ins Gespräch, sagt Herbert Wagner.

Das Ehepaar Giesela und Herbert Wagner war ab 1969 zuständig für das Advent-Seniorenheim.

Im Oktober werden die Wagners zusammen mit der heutigen Heimleitung, Bewohnern und Uelzenern noch einmal besonders auf vergangene Jahrzehnte zurückblicken. Es wird das 50-jährige Bestehen des Heimes gefeiert.

Historische Luftaufnahme: Das erste Advent-Seniorenheim an der Ecke Waldstraße/Ebstorfer Straße.

Ab dem 6. Oktober 1969 bezogen die ersten Bewohner das frischgebaute Seniorenheim, das seinerzeit noch an der Ecke Waldstraße/Ebstorfer Straße zu finden war. Errichtet worden war es von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, deren Geschichte bis ins 19. Jahrhundert reicht und die sich bereits früh der Wohlfahrtsarbeit verschrieb.

Zur ersten Belegung des Heimes ist bekannt, dass 82 Frauen und 14 Männer, davon vier Ehepaare, 1969 in die Einrichtung zogen. Das Durchschnittsalter lag bei 76 Jahren. Zur Einweihung spielte der Bläserchor der Adventgemeinde. Zum 50. Geburtstag nun ist am Sonntag, 20. Oktober, ab 14 Uhr ein Nachmittag geplant, an dem Interessierte die Einrichtung kennenlernen können. Gospel wird zu hören sein. Georg Remmert, der heute das Heim führt, berichtet von geplanten „Aktionen“ an diesem Tag. Am Vormittag kommen geladene Gäste bereits zu einem Empfang zusammen.

Noch immer hat das Advent-Seniorenheim seinen Sitz an der Waldstraße, ein 2001 fertiggestellter Neubau liegt aber wenige hundert Meter entfernt vom ursprünglichen Standort. Der Altbau habe nicht mehr den Vorgaben für ein Seniorenheim entsprochen, berichtet Georg Remmert. Und mit dem Neubau konnte der Träger auch auf gesellschaftliche Entwicklungen eingehen – „gab es früher eine Pflegeabteilung in einem Heim, ist heute das ganze Haus eine Pflegeeinrichtung.“

Das neue Haus hat für 114 Menschen Platz, eine Abteilung mit 16 Plätzen steht für Demenzerkrankte zur Verfügung. Wie Remmert sagt, stünde das Haus jedem offen und nicht nur Mitgliedern der Advent-Gemeinde.

Beim Neubau des Seniorenheimes haben es die Adventisten nicht belassen. Es gibt ein Gemeindehaus. Inzwischen ist auf dem Gelände auch das Uelzener Hospiz zu finden, sowie ein Wohnhaus, in dem Senioren bei Bedarf Unterstützung erhalten können. Dort leben auch die Wagners.

Eine Wiesenfläche ist noch frei. Auf ihr soll im kommenden Jahr ein Garten für das Hospiz entstehen sowie perspektivisch ein Platz für eine Pfadfinder-Gruppe der Gemeinde. Die Adventisten können sich vorstellen, auf dem verbleibenden Areal eine Kita oder eine Tagespflege-Einrichtung zu bauen. Remmert: Das seien aber bisher nur Gedankenspiele.

VON NORMAN REUTER

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