Konzern steigert Ergebnis um 33 Prozent / Auch Erzeuger profitieren

Uelzena mit Umsatzrekord

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Die Teilnehmer an der Generalversammlung der Uelzena-Gruppe hatten allen Grund für gute Laune: Die Konzernleitung hatte ausschließlich gute Nachrichten und verkündete einen neuen Rekordumsatz.

sts Uelzen. Die Butter macht’s möglich: Der Umsatz der Uelzena-Gruppe stieg 2017 um 174 Millionen Euro beziehungsweise 33 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 703 Millionen Euro. 

Das gab der Konzern bei seiner Generalversammlung in der Uelzener Jabelmannhalle bekannt. Dabei profitierte der Konzern vor allem auch von historischen Höchstpreisen in der Produktgruppe Butter und Butterfett. Auch die Milchrohstoffanlieferung erreichte mit 589 Millionen einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Zuwachs von rund elf Prozent beziehungsweise 56 Millionen Kilogramm. „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Jörn Dwehus.

Das Jahr 2017 hatte nach zwei sehr schwierigen Jahren auch wieder gute Nachrichten für die Erzeuger zu bieten. Die Auszahlungsleistung für die Rohmilch der Mitglieder liegt mit 36,54 Cent pro Kilogramm wiederum über dem Bundesdurchschnitt mit 36,19 Cent. „Milcherzeugnisse müssen sich lohnen, da sind wir wieder auf einem guten Weg“, sagte Dwehus. Eine Entwicklung, die dringend erforderlich sei.

Zugleich wurde ein außerordentlich guter Konzern-Jahresüberschuss von 9,3 Millionen Euro erwirtschaftet und eine weiter verbesserte Eigenkapitalquote von 39,1 Prozent ausgewiesen. „Dies ist eine gute Ausgangslage für das geplante Investitionsprogramm der Werksstandorte, mit der die Leistungsfähigkeit weiter verbessert werden soll“, sagt Dwehus. Zu den Großprojekten zählen – neben dem sich bereits im Bau befindlichen Hochlager in Uelzen – unter anderem auch der Bau eines neuen Käseproduktionsgebäudes am Standort Bismark. Daneben soll auch das Nicht-Milch-Geschäft weiter gestärkt werden, gab Dwehus bekannt. Dazu soll noch 2019 ein neuer Turm zur Lohntrocknung in Uelzen fertiggestellt werden.

Die Investitionen zeigen, wo es hingehen soll. „Wir streben auch weiterhin geordnetes Wachstum, oder – wie Otto Rehhagel sagen würde – ‘kontrollierte Offensive’ an“, gab Dwehus die Richtung vor. Das gelte zum Beispiel für die Absatzmengen. Schon 2017 entwickelte sich der Absatz aller milchbasierten Produktgruppen deutlich positiv. Insgesamt wuchsen Absatz und Produktion um 10 420 Tonnen auf nun 231 678 Tonnen an. Parallel dazu stieg die Mitarbeiterzahl um 22 auf 715 Mitarbeiter.

Um diese Zahlen weiter zu steigern, will der Konzern noch stärker auf die Kunden hören. Stichwort ist Nachhaltigkeit. „Die Sicherung einer wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Milcherzeugung in der Nähe unserer Werksstandorte ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Uelzena-Gruppe“, so Jörn Dwehus. 93 Prozent der Milchrohstoffmengen werden in einem Umkreis von 150 Kilometer um die Werksstandorte erfasst. Daher beteiligte sich Uelzena als Pilotmolkerei am Nachhaltigkeitsmodul von QM-Milch. Aufgrund der Anforderungen von Kunden und Konsumenten haben Vorstand und Aufsichtsrat der Uelzena Ende 2017 zudem entschieden, die Milcherzeugung für die Käseproduktion auf das „Ohne-Gentechnik“-Siegel gemäß den Standards von VLOG e. V. umzustellen. Beide Maßnahmen hätten einen Mehraufwand für die Erzeuger bedeutet. „Danke an alle Landwirte, das sie so gut mitgezogen haben. Die ganze Mannschaft hat sehr gut funktioniert“, lobte Dwehus.

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