Landeskirchenamt muss noch zustimmen

Uelzen: Zwei Kirchengemeinden
stehen vor Fusion

Pastor von St. Johannis ist Ulrich Hillmer.
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Pastor von St. Johannis ist Ulrich Hillmer.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Die beiden Kirchengemeinden St. Johannis in Uelzen und die Georgsgemeinde in Kirch- und Westerweyhe sollen fusionieren. Pläne dazu liegen auf dem Tisch. Kommende Woche ist ein Info-Abend angesetzt.

Uelzen – Eine Fusion steht im Kirchenkreis an: Ein Zusammenschluss ist für die Kirchengemeinde St. Johannis am Stern in Uelzen und die Georgsgemeinde in Kirch- und Westerweyhe geplant.

Die beiden Gemeinden trennt räumlich der Stadtwald. Verbindungen zwischen ihnen gibt es aber schon seit Langem, wie Propst Jörg Hagen gestern auf Anfrage erklärt. Jetzt solle diese Zusammenarbeit weiter forciert werden.

Wie Hagen sagt, solle es nach der Fusion einen gemeinsamen Kirchenvorstand geben. Die Pfarrstelle in Vollzeit für St. Johannis sowie die halbe Stelle für die Georgsgemeinde sollen zunächst weiter so bestehen bleiben.

Ulrich Hillmer betreut St. Johannis, die Stelle für Kirch- und Westerweyhe ist zurzeit vakant, nachdem Carsten Junge in den Kirchenkreis Celle wechselte (AZ berichtete). Sowohl Ulrich Hillmer als auch Pastorin Astrid Neubauer springen für die Gemeinde-Arbeit in Kirch- und Westerweyhe ein.

Die Fusionspläne werden vom hiesigen Kirchenkreis begrüßt. Letztlich entschieden wird aber über den Zusammenschluss in Hannover. „Das Landeskirchenamt muss die Fusion genehmigen“, sagt Jörg Hagen.

Die Gemeinde am Stern zählt etwa 2500 und die Gemeinde in Kirch- und Westerweyhe gut 1500 Mitglieder. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss müsse noch geklärt werden, wie die fusionierte Gemeinde künftig heißen soll, so der Propst. Er stellt aber schon mal klar: Die beiden Kirchen-Bauten am Stern und in Kirchweyhe werden ihre Namen jeweils behalten.

Die St. Johannis-Gemeinde am Stern entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, ging 1958 aus der St. Marien-Gemeinde hervor. Eine selbstständige Gemeinde für Kirch- und Westerweyhe gibt es seit 1962.

Der Kirchenkreis Uelzen befindet sich in einem laufenden Veränderungsprozess. Zuletzt war im Februar bekannt geworden, dass eine Vollzeitstelle für die beiden St. Marien-Gemeinden in Uelzen und Veerßen halbiert wird. Angesichts sinkender Kirchenmitglieder muss der Gürtel enger geschnallt werden. Für die Region Mitte des Kirchenkreises, darunter zählen die Uelzener Gemeinden, müsse es ab 2023 Einsparungen geben, erklärt gestern Jörg Hagen.

Info-Abend zur Fusion


Wie Pastor Ulrich Hillmer sagte, beschäftige die geplante Fusion der St.-Johannis-Gemeinde am Stern mit der Georgskirchengemeinde Kirch-/Westerweyhe viele Menschen. Darum lädt er zu einem Gemeinde-Abend in der kommenden Woche ein. Im Gemeindehaus der St.-Johannis-Gemeinde am Hagenskamp 4 in Uelzen will er am Dienstag, 6. Juli, ab 19 Uhr über die Fusionspläne informieren, und es soll darüber auch diskutiert werden, „damit die Kirchenvorstände in ihren Beschlüssen in guter Weise die Gedanken der Gemeindemitglieder abbilden können“, so Hillmer.

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