Erste Maßnahmen vielleicht schon im Frühjahr

Uelzen wird fahrradfreundlicher

An zehn Punkten der Stadt tauschten sich die Ratsmitglieder mit Verwaltungsmitgliedern um den leitenden Baudezernenten Karsten Scheele-Krogull (rechts) aus. Thema an der Gartenstraße: Erweiterung der Tempo-30-Zone.

Uelzen. Der Anteil der Fahrradfahrer am Straßenverkehr in Uelzen ist verhältnismäßig niedrig.

Dafür verantwortlich ist nach Einschätzung der Ratsmitglieder im Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Bauen (ASUB) um den Vorsitzenden Karsten Jäkel vor allem das schlechte Radwegenetz. Daran soll sich durch ein neues Radwegekonzept ab dem kommenden Jahr etwas ändern.

Nachdem die Verwaltung die Ideen für Umbaumaßnahmen aus dem Ausschuss in ein Konzept hat einfließen lassen, folgte bei einer Bereisung der wichtigen Punkte durch den ASUB jetzt noch eine Auseinandersetzung über die Optimierung des Konzeptes.

Grundsätzlich geht es dem Ausschuss darum, in Nord-Süd- sowie in West-Ost-Richtung schnelle, durchgängige Verbindungen zu schaffen. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das bestehende Radwegenetz vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wege nicht durchgängig sind und das Fahrradfahren durch Bordsteine, Pflastersteine und ungeeignete Straßenquerungen an vielen Stellen erschwert werde.

An mehreren Stellen sollen sogenannte Schutzstreifen auf der Autofahrbahn einen Bereich für Fahrradfahrer markieren. Inwieweit diese Markierungen farblich, rot oder blau, abgesetzt werden, ist noch nicht klar. Der Wunsch besteht, die Kosten für Anschaffung und Unterhalt sollen geklärt werden.

Eine der konkreten Ideen ist es, im Bereich des Tunnels unter den Bahngleisen zwischen den Straßen An den zehn Eichen und Bohldamm aus der Straße eine Fahrradstraße zu machen, um an dieser Stelle die Teilnahme am Verkehr für Radfahrer gefahrloser zu machen.

Auch bei der Querung der Gudesstraße sollen Radfahrer künftig Vorrang vor Autos haben, um schnell von der Niendorfer Straße durch die Grünanlagen am Ratsteich weiter am Ilmenauufer fahren zu können. Auf der Höhe des Zebrastreifens soll eine Fahrbahnerhöhung zusammen mit entsprechenden Schildern Autos bremsen, Fahrradfahrer hingegen ungebremst weiterfahren können.

Karsten Scheele-Krogull, leitender Stadtbaurat, nahm alle Optimierungsideen entgegen und stellte in Aussicht, bald ein fertiges Konzept für die Abstimmung im Ausschuss vorzulegen. Seitens des Rates wurde der Wunsch formuliert, erste Baumaßnahmen bereits im Frühjahr auszuführen.

Von Steffen Kahl

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare