Stadt plant Begrüßungsbeutel für Ostfalia-Erstsemester – und hofft auf Zuzüge

Uelzen will Studenten ködern

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Eine Tasche mit Werbung für den Hundertwasser-Bahnhof gibt es bereits. Nun ist auch ein Uelzen-Begrüßungsbeutel geplant, der speziell an Studenten in Suderburg verteilt werden soll.

Uelzen. Sie ist schwarz und zeigt blaue Säulen mit goldenen Kugeln im Hundertwasser-Stil. Die Rede ist von der Tragetasche, mit der die Stadt Uelzen für ihren Bahnhof wirbt.

Das bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebte Souvenir soll in diesem Jahr Zuwachs bekommen: Gemeinsam mit der Tourist-Information will das City-Management einen Uelzen-Begrüßungsbeutel herausgeben, der speziell für Erstsemester der Ostfalia Hochschule in Suderburg gedacht ist.

Die Pläne für den neuen Werbeträger der Stadt stellte City-Manager Joachim Lotz jetzt im Tourismusausschuss vor. „Wir wollen damit den Aufmerksamkeitswert und die Bindung von Studenten an Uelzen erreichen“, sagte er. Denn viele der jungen Leute an der Ostfalia hätten die Uhlenköperstadt nicht im Blick. „Dagegen müssen wir etwas tun“, betonte Lotz, der auf mehr Besuche und Zuzüge in Uelzen hofft.

Wie die Begrüßungsbeutel aussehen sollen, ist noch nicht geklärt. Doch Lotz kann sich vorstellen, dass die Taschen aus hochwertigem Material gestaltet werden und zum Beispiel ein Ortsschild mit der Aufschrift „Uelzen“ darauf zu sehen ist. „Das soll kein Werbematerial werden, sondern muss für die Zielgruppe der Studenten interessant sein“, erklärt er. Die Beutel müssten Stadtpläne und Informationen enthalten, wo es in Uelzen Cafés, Kneipen oder Restaurants gibt. Denkbar sei auch, Gutscheine für den Handel oder für Bahnhofsführungen beizulegen. Verteilt werden könnten die Beutel bei der Erstsemester-Begrüßung an der Ostfalia, schlug Lotz vor.

Im Ausschuss stießen die Pläne auf ein positive Echo. Allerdings gab Bürgermeister Otto Lukat zu bedenken, dass die Stadt schon mehrere vergebliche Versuche unternommen habe, die Studenten anzusprechen, etwa mit Kinogutscheinen. Die Hochschüler hätten Uelzen „aber nicht auf dem Schirm“, sondern wohnten in größeren Städten entlang der Bahnstrecke, unter anderem in Hannover, Celle und Lüneburg.

„Die Gutscheine sind positiv, aber versprecht Euch nicht zu viel davon“, meinte auch Dieter Schwutke (CDU). Für die meisten Studenten sei selbst Suderburg als Wohnort nicht erste Wahl. „Sie wollen dort hin, wo mehr Leben ist, und kommen mit der Bahn zum Studium.“

Von Bernd Schossadowski

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