Eine Stadttour via App

Uelzen will mit spezieller Software Besuchern eine besondere Führung bieten

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So könnte es der Uelzen-Besucher mit der „Zeitfenster-App“ erleben: Die Heilig-Geist-Kapelle vor der Linse, das historische Foto vom Gebäude parallel dazu auf dem Monitor.

Uelzen. Die Stadthistorie in der Hosentasche: Mit einer speziellen Anwendungssoftware (App) wäre ein Stadtrundgang mit virtueller Führung, beispielsweise auf dem Smartphone, durch Uelzen zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich.

„Zeitfenster“ heißt die App und ist bereits in Berlin, Leipzig, Wesel oder Nürtingen (bei Stuttgart) im Einsatz. Die Stadt Uelzen würde ihr touristisches Angebot gerne damit aufwerten. Janin Thies von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus stellte die App jetzt im Ausschuss für Stadtmarketing und Tourismus vor.

Ist die App auf dem Smartphone oder dem Tabletcomputer geladen, sieht der Nutzer den Plan der jeweiligen Stadt. Mit Stecknadel-Symbolen sind sehenswerte Punkte markiert. „Für Uelzen könnten das zwischen 15 und 20 sein. Das gibt die Basisversion von ,Zeitfenster’ her“, so Thies. Beispiele sind der Hundertwasser-Bahnhof, die Marien-Kirche, das Alte Rathaus und die Heilig-Geist-Kapelle. Der Clou: „Steht der Besucher vor einem der Gebäude und schaltet die Kamera ein, bekommt er mit einem Wisch über den Bildschirm davon auch eine historische Ansicht geliefert“, sagt Janin Thies. Im Hintergrund der Ansicht bleibt das Hier und Jetzt sichtbar.

Auch fotografische Spielereien sind mit den alten Aufnahmen und dem aktuellen Bild möglich. Unterfüttert wird das durch Audio- und/oder Textinformationen über die Geschichte des Objekts. Eingepflegt würden die alten Fotos und die Infos von der Stadt. Die Texte könnte ein lokaler Promi einsprechen. In Wesel ist es Tagesschau-Sprecher Jan Hofer. Er stammt von dort. Auch für Schulklassen sei das Projekt interessant. „Sie könnten bei der Ausarbeitung einbezogen werden“, schlägt Janin Thies vor.

17 700 Euro sollen zur Anschaffung der App in den Haushalt eingestellt werden, zunächst mit Sperrvermerk.

Von Jens Schopp

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