Schlingerkurs um Ganztags-Grundschulen: Andere Kommunen sind längst weiter

„Uelzen ist ein weißer Fleck“

Uelzen. Während in der Stadt Uelzen das kommunalpolitische Chaos um die Einführung von Ganztags-Grundschulen immer skurrilere Züge annimmt, ist man in den umliegenden Landkreisen bei diesem Thema schon weit voraus.

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg hat man bis auf wenige Ausnahmen längst alle Grundschulen um ein Ganztagsangebot ergänzt, im Landkreis Lüneburg wird ab kommenden Sommer rund die Hälfte aller Grundschulen eine solche Option bieten, auch der Kreis Celle hat mittlerweile umgestellt. Im Kreis Uelzen kann da lediglich die Gemeinde Bienenbüttel Schritt halten. „Die Stadt Uelzen aber ist in der Region ein weißer Fleck und das ist schon merkwürdig“, sagt dazu Franz-Josef Kamp, Fachdezernent für Ganztagsschulen bei der Landesschulbehörde. Denn eigentlich müsse es doch einer Stadt ein Bedürfnis sein, im Werben um junge Familien ein solches Angebot zu unterbreiten, meint er.

In Uelzen jedoch wird die Umsetzung von Ganztags-Grundschulen seit Jahren durch parteipolitisches Hickhack verhindert. Höhepunkt war die Sitzung des städtischen Schulausschusses am vergangenen Dienstag, bei der sowohl ein parteiübergreifender Antrag als auch ein Kompromissvorschlag von Bürgermeister Jürgen Markwardt scheiterten. Trotzdem soll der Stadtrat am kommenden Montag den von CDU und Grünen initiierten parteiübergreifenden Antrag mit knapper Mehrheit verabschieden. [...]

Von Thomas Mitzlaff

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