CORONAVIRUS Ein Krankheitserreger und die Folgen

Uelzen: Viele Griffe ins Dosenregal

Die Menschen decken sich verstärkt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein, seitdem das Coronavirus in Deutschland ausgebrochen ist.
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Die Menschen decken sich verstärkt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein, seitdem das Coronavirus in Deutschland ausgebrochen ist.

Uelzen – Nach dem Ausbruch des Coronavirus decken sich die Menschen verstärkt mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein – auch im Landkreis Uelzen.

Der Blick ins Dosenregal der Uelzener Kaufland-Filiale offenbart: Kunden haben einmal mehr zu Konserven gegriffen.

Das gleiche Bild bei den Nudeln. Die Menschen decken sich verstärkt mit haltbaren Lebensmitteln ein – das sei schon spürbar, heißt es vor Ort. Für Auskünfte wird aber an die Pressestelle verwiesen, die erklärt, dass nach dem Ausbruch des Coronavirus Grundnahrungsmittel wie auch Hygieneartikel „teilweise sehr stark nachgefragt“ werden.

Das Kaufverhalten ist kein Phänomen eines einzigen Marktes oder Lebensmittelhändlers. Mitbewerber wie Real oder Rewe berichten auf AZ-Nachfrage von einer ähnlichen Entwicklung.

Alle betonen, dass auch weiterhin die Produkte zu bekommen sein werden. Jasmin Voigthaus, Pressesprecherin von Real, berichtet: „Wir haben für bestimmte Produkte, insbesondere für Konserven und Hygieneartikel, bereits seit Mitte vergangener Woche unsere Lagerbestände aufgestockt.“

Sind die verstärkten Einkäufe irrationale Panikreaktionen oder ein sinnvolles Verhalten? Das Bundesinnenministerium erklärt auf die Frage, ob man sich nun Vorräte zulegen sollte, dass es unabhängig vom Coronavirus seit mehreren Jahren eine Empfehlung gebe, sich für Krisenfälle mit Lebensmitteln für einen Zeitraum von zehn Tagen einzudecken. Getränke, Milch, Brot, Nudeln, Reis, Fleisch, Obst, Gemüse... Menschen sollten aber nicht auf einmal die Mengen einkaufen, sondern nach und nach Vorräte zulegen, so das Ministerium.

Die Lebensmittelhändler haben nach eigenem Bekunden die Hygiene im Fokus. Mitarbeiter würden regelmäßig geschult, und seien angehalten, auch auf ein häufiges Händewaschen zu achten, so Real-Unternehmenssprecherin Jasmin Voigthaus. Für Kunden gebe es Desinfektionsspender.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus berichtet die Marktkette Kaufland, dass zurzeit an den Frischetheken keine Mehrwegbehältnisse von Kunden befüllt werden. Und: „An der Kasse bieten wir unseren Kunden an, bevorzugt mit Karte zu bezahlen“, so die Unternehmenssprecherin Jasmin Kübler.

VON NORMAN REUTER

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