Etappenziel bei Kreishaus-Bau

Uelzen: Verträge für neues Verwaltungsgebäude unterzeichnet – Firma stellt Pläne vor

+
Etappenziel: Markus Kellner vom Unternehmen Depenbrock und Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement (v. li.) unterzeichnen im Beisein von Verwaltungsmitarbeitern und Projektbeteiligten die Verträge. Foto: REUTER

Uelzen/Landkreis – Es ist ein Etappenziel beim geplanten Bau des neuen Kreishauses in Uelzen: Am Donnerstag sind die Verträge unterschrieben worden, mit denen das Unternehmen Depenbrock aus Stemwede (Nordrhein-Westfalen) nun beauftragt ist, das Verwaltungsgebäude zu errichten.

Ende Juni 2022 soll das neue Kreishaus, so besagen es die Verträge, bezogen werden können.

Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnungen, dass mit dem Neubau auch ein Beitrag für eine bürgerfreundliche Verwaltungsarbeit geleistet wird. Zurzeit ist die Kreisverwaltung auf insgesamt acht Standorte verteilt, im neuen Kreishaus an Eschemann- und Albrecht-Thaer-Straße werden auch bisher ausgelagerte Abteilungen zu finden sein. 400 Kreismitarbeiter werden im neuen Verwaltungsgebäude arbeiten.

Der Blick von der Bahnhofstraße aus: Das neue Kreishaus wird als kompakter Bau errichtet, der weitestgehend verklinkert wird. Im Eingangsbereich wird viel mit Glas gearbeitet. GRAFIKEN:

Für den Neubau entschieden hatte sich die Politik, weil der derzeit noch genutzte Hauptsitz der Kreisverwaltung an der Veerßer Straße in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig ist. Das alte Kreishaus wurde 1954 fertiggestellt. Mehrfach sei festgestellt worden, dass der Neubau die wirtschaftlichste Lösung sei, so Blume.

Rund 51 Millionen Euro nimmt der Landkreis Uelzen für den neuen Verwaltungssitz in die Hand. Die Bausumme sei als Fixbetrag festgelegt, sodass es, wie es gestern hieß, im Prinzip keine bösen Überraschungen durch eine überhitzte Baubranche geben dürfe. Das Gebäude werde schlüsselfertig von der Firma Depenbrock übergeben und erst nach der erfolgten Übergabe durch den Landkreis finanziert. Einziges Risiko, das der Landkreis trägt, ist die notwendige Entsorgung von Giftstoffen im Erdreich. Auf dem Gelände stand früher eine Firma – es sei aber bereits in der Bausumme ein Betrag zur Entsorgung von Erdreich eingeplant.

Das Foyer wird lichtdurchflutet sein.

Beim Bau geht's auch in die Tiefe. Damit Kreismitarbeiter ihre Autos abstellen können, ist eine Tiefgarage mit 220 Plätzen vorgesehen. Besucher können vor dem neuen Kreishaus parken, das weitestgehend als dreigeschossiger Bau mit Innenhöfen entsteht, wie Architekt Thomas Grühn erläuterte. Im Erdgeschoss werden vor allem die Bereiche angesiedelt sein, in denen es Publikumsverkehr gibt. Im Eingangsbereich wird viel mit Glas gearbeitet, sodass ein lichtdurchflutetes Foyer entsteht. Es wird ausreichend Platz sein, sodass der Kreistag auch im Kreishaus tagen kann. Jetzt gebe es nur noch ein kleines Detail zu beachten, sagte Heiko Blume mit Augenzwinkern: „Es stehen die Bauarbeiten an.“ Start soll Frühjahr 2020 sein.

VON NORMAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare