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Uelzen: Untersuchungen wegen möglichen Blindgängern ab Donnerstag - Bahnhofstraße zum Teil gesperrt

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Im Zuge des geplanten Neubaus der Bahnunterführung in der Bahnhofstraße wurden Verdachtspunkte zu Kampfmitteln festgestellt.
Im Zuge des geplanten Neubaus der Bahnunterführung in der Bahnhofstraße wurden Verdachtspunkte zu Kampfmitteln festgestellt. © Hansestadt Uelzen

Drei Verdachtspunkte zu Kampfmitteln nahe der Bahnunterführung in der Bahnhofstraße in Uelzen werden in den nächsten Tagen genauer untersucht. Im Böschungsbereich starten die vorbereitenden Arbeiten im Laufe des Donnerstags, 27. Januar.

Uelzen - Ein Verdachtspunkt im Gleisbereich wird in der Nacht von Freitag, 28., auf Sonnabend, 29. Januar, geprüft. Grund für die Nachtarbeiten sind notwendige Gleissperrungen der Deutschen Bahn. Dies teilt die Hansestadt Uelzen am Mittwoch mit.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der weitergehenden Sondierungsarbeiten muss der Fuß- und Radweg in der Bahnhofstraße im Bereich der Bahnunterführung ab Donnerstag, 27. Januar, ab 8 Uhr, gesperrt werden. Fußgänger können den Tunneldurchgang über den ZOB nutzen. Radfahrende gelangen über die Ebstorfer Straße oder den Bohldammtunnel zu ihren Zielen.

„Erst wenn alle Untersuchungen aller Verdachtspunkte abgeschlossen sind, haben wir Klarheit über die Gesamtsituation. Sobald wir aus den Untersuchungen Informationen über einen Bombenfund und einer möglichen Evakuierung haben, geben wir dies bekannt“, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger.

Sollte es sich um einen oder mehrere Bombenblindgänger handeln, könnten Entschärfungen oder kontrollierte Sprengungen erforderlich werden. In diesem Fall könnten Menschen, die im nahen Umfeld wohnen oder arbeiten, von einer Evakuierung betroffen sein. Diese würde am Sonnabend, 29. Januar, ab 9 Uhr, starten. „Ein Sicherheitsradius würde bestimmt, in dem die Bürgerinnen und Bürger ihr Haus verlassen müssten“, so Krüger. Derzeit bereitet die Hansestadt vorsorglich alle Maßnahmen für einen 1.000-Meter-Radius vor. Betreuungsstellen für Menschen, die nicht bei Bekannten oder Verwandten unterkommen oder einen Aufenthalt außerhalb der Wohnung planen können, würden im Gebäude und Turnhalle der Sternschule sowie der Sporthalle Herzog-Ernst-Gymnasium eingerichtet werden. Busangebote für die Fahrt dorthin werden vorgesehen und Haltestellen sowie Zeiten in Kürze bekanntgegeben. Für Menschen, die ihre Wohnung nicht eigenständig verlassen können, steht dann der Fahrdienst des DRK bereit.

Die Hansestadt Uelzen hat ein Bürgertelefon 0581 800-6213 geschaltet, das täglich von 10 bis 18 Uhr und am kommenden Sonnabend bereits ab 6 Uhr zu erreichen ist. Fortlaufend informiert wird auf der Website www.hansestadt-uelzen.de und über die Medien. Alle möglicherweise betroffenen Haushalte finden in Kürze einen Info-Flyer in ihren Briefkästen.

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