UWG im Kreistag ist gegen „tiefgreifende Veränderungen“

Uelzen: Technik statt neue Schulen

Die Schulen im Landkreis, so findet die UWG, sollten technisch einheitlich ausgerüstet werden – beispielsweise mit Tablets. Das sei dringender, als neue Schulformen einzuführen.
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Die Schulen im Landkreis, so findet die UWG, sollten technisch einheitlich ausgerüstet werden – beispielsweise mit Tablets. Das sei dringender, als neue Schulformen einzuführen.

Uelzen/Landkreis – Die Debatte um die Zukunft der Schullandschaft im Landkreis nimmt weiter an Fahrt auf: Jetzt meldet sich die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Kreistag zu Wort – und findet: Vorerst sollte es keine tiefgreifenden Veränderungen bei den Schulformen im Landkreis Uelzen geben.

Die UWG begründet ihre Position mit Gesprächen, die sie mit allen Oberschulen im Landkreis geführt habe.

„Hierbei wurde festgestellt, dass die Schulen, als sie mit der Umsetzung der eingeführten Schulform der Oberschule beauftragt waren, auch noch durch die Integration und Betreuung der Kinder mit Migrationshintergrund gefordert waren“, heißt es in einer Erklärung der Wählergemeinschaft.

Und weiter: Die Schulleiter hätten sich gegen tiefgreifende Veränderungen ausgesprochen. Es sei richtiger, zunächst einmal die Schulen mit ihren Aufgaben in Ruhe arbeiten zu lassen, damit sie ihre erarbeiteten Entwicklungskonzepte nun auch ohne erneute Veränderungen realisieren können. Die UWG wolle die Oberschulen dabei unterstützen.

Ohnehin sei es schwierig, aus der Elternbefragung konkrete Aufträge für den Aufbau neuer Schulformen wie eine IGS oder einer Realschule abzuleiten. Denn: „Der Fragebogen bot die Möglichkeit, beide Optionen zu wählen“, so die UWG.

Und ein Ruf nach einer Integrativen Gesamtschule sei nicht nötig. Die Oberschule in Ebstorf arbeite bereits integrativ und komme der IGS nahe, während andere Oberschulen Schulzweige besitzen. Über diese Unterschiede sollten Eltern besser als bisher informiert werden, findet die UWG.

Der Schulleiter der Oberschule Rosche, Rolf Seidler, betont derweil, dass auch an seiner Bildungseinrichtung integrativ gearbeitet wird.

Uwe Beecken, schulpolitischer Sprecher der UWG, sagt zur Position seiner Fraktion: „Mit der von uns angestrebten Lösung würden wir den Schulen in der Fläche keine Veränderung überstülpen oder gegebenenfalls sogar Kinder wegnehmen.“ Vielmehr sollten die Schulen technisch einheitlich ausgerüstet werden, um damit das Lehr- und Lernangebot in der Fläche weiterhin zu erhalten. Auch die Raumnöte in Ebstorf und Rosche müssten „zügig“ behoben werden.

Mit ihrer Haltung steht die UWG bei der CDU-Fraktion, die in dieser Woche erklärte, die Schullandschaft im Landkreis sei erhaltenswürdig. Die Grünen indes sprechen sich für einen Aufbau der IGS in Ebstorf aus. Die FDP plädiert für eine Realschule in Suderburg und eine IGS in Bad Bodenteich. VON NORMAN REUTER

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