Laienrichter sollen Rechtsprechung unterstützen

Uelzen sucht Schöffen

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Neben den hauptamtlichen Richtern sollen aus der Stadt Uelzen Schöffen über Strafen oder andere juristische Maßnahmen mitentscheiden. Die Amtszeit der derzeitigen Schöffen endet, für die fünf Jahre von 2014 bis 2018 werden neue gesucht.

Uelzen. Die Wahlperiode für die aktuellen Schöffen der Stadt Uelzen geht in diesem Jahr zu Ende. Derzeit sucht die Stadt deshalb nach neuen Ehrenamtlern, die sich engagieren wollen.

Schöffen sind eine Art Hilfs-Richter, die die professionellen Richter bei den Verhandlungen unterstützen sollen.

Deshalb werden engagierte Frauen und Männer benötigt, die möglichst alle Gruppen der Bevölkerung nach Alter, Beruf und sozialer Stellung repräsentieren. Derzeit wird bereits eine Liste durch die Ortsräte Uelzens gereicht, auf der die bisherigen Vorschläge für Schöffen eingetragen sind. Die Ortsräte sollen ihr nacheinander zustimmen.

23 Namen finden sich auf der bisher gehandelten Liste, zwölf Männer und elf Frauen sind dabei. Jeweils drei kommen aus den Ortsteilen Groß Lieder/Hanstedt II/Mehre, Masendorf/Molzen/Riestedt, Hansen/Veerßen, Oldenstadt/Ripdorf/Tatern/Woltersburg, Holdenstadt/Klein Süstedt und Kirch- und Westerweyhe. Aus der Kernstadt kommen fünf Vorschläge. Der älteste ist 69 Jahre alt, der jüngste 32.

Mit dieser Liste muss der Drops aber nicht gelutscht sein: Interessierte Bürger können sich noch bis zum 12. Dezember telefonisch bei der Stadt Uelzen unter der Rufnummer (0581) 800 62 10 melden. Die Amtszeit der kommenden Schöffen dauert von 2014 bis 2018. Die Bewerber müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 25 und nicht älter als 70 Jahre sein, sowie im Gebiet der Stadt Uelzen wohnen.

Die derzeitige Liste – sowie weitere Meldungen bei der Stadt – bleiben zunächst Vorschläge. Tatsächlich gewählt werden die Schöffen dann von einem noch zu bildenden Wahlausschuss. Er besteht aus einem Richter am Amtsgericht, einem von der Landesregierung zu bestimmenden Verwaltungsbeamten sowie sieben Vertrauenspersonen als Beisitzer. Drei dieser Vertrauensleute kommen aus dem Stadtgebiet Uelzen, die übrigen drei aus den übrigen Kommunen des Landkreises. Wer in den Ausschuss kommt, entscheidet laut Stadt letztlich das Amtsgericht Uelzen.

Von Kai Hasse

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