Pläne für „Hafen Ost“: Heute erste politische Beratungen im Oldenstädter Ortsrat

Uelzen: Steiniger Weg zu neuem Gewerbegebiet

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Ein Anschluss der Ostseite ans Schienennetz ist über eine vorhandene Eisenbahnbrücke möglich. 

Uelzen – Angedacht ist, den Uelzener Hafen auf der östlichen Seite des Kanals zu spiegeln: Auf gut 100 Hektar sollen sich Unternehmen ansiedeln können. Zurzeit ist dort vor allem Wald zu finden – weitestgehend noch in privater Hand.

Etwa zehn Prozent der gewünschten Flächen hat die Stadt bisher für das Gewerbegebiet erwerben können. Die Kaufverhandlungen zu weiteren Flächen stocken. Die Verwaltung sieht im sogenannten Umlegungsverfahren eine Lösung.

Es soll nun angeschoben werden. Der Startschuss ist für den heutigen Mittwoch, 27. November, geplant. Dann wird sich der Ortsrat von Oldenstadt mit der Thematik befassen. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr im Schießsportzentrum in Oldenstadt.

Letztlich zuständig für solche Umlegungsverfahren ist das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung. Eine Sprecherin des Amtes sagt auf AZ-Anfrage, solche Verfahren seien in Niedersachsen „nicht unüblich“. Als Beispiel nennt sie Verfahren zu Gewerbegebieten der Stadt Syke.

Die Sprecherin betont die Neutralität des Landesamtes bei einer solchen Bauland-Umlegung. „Wir arbeiten komplett autark, wir sind unbestechlich.“

Vereinfacht ausgedrückt, landen zunächst alle benötigten Grundstücke in einem Topf. Es werden dann bebaubare Grundstücke zugeschnitten. Ist das beendet, bekommen die Eigentümer Flächen in gleicher Wertigkeit wieder zugesprochen.

Im ersten Schritt wird im vorliegenden Fall des Gewerbegebietes „Hafen Ost“ mit der Politik darüber beraten, ob ein Umlegungsverfahren angeordnet werden soll. Der Rat der Hansestadt Uelzen hat hier das letzte Wort. Im Anschluss würden im Rahmen einer Anhörung erneut Gespräche und Verhandlungen mit Eigentümern folgen, informiert die Hansestadt Uelzen. Als weiterer Schritt schließt sich der maßgebliche Umlegebeschluss an, mit dem dann das Niedersächsische Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung ins Spiel kommt.

Die Hansestadt Uelzen begründet die Pläne für das Gewerbegebiet auf der Ostseite des Elbe-Seitenkanals damit, dass sie langfristig nicht mehr über genügend Gewerbeflächen verfügt. Laut eines Gutachtens besteht – unabhängig vom Bau der A39 – ein Bedarf von 60 Hektar an Gewerbegebieten bis 2030 in der Stadt.

Das Gebiet „Hafen Ost“ sei, so die Stadtverwaltung, der einzige Standort mit direkter Anbindung an Straße, Kanal und Schiene und sei deshalb eindeutig empfohlen worden. Der Uelzener Hafen ist am Schienennetz angebunden, eine Eisenbahnbrücke über den Kanal unweit des Hafens erlaubt eine Anbindung der Ostseite.

VON NORMAN REUTER

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