Geplantes Quartier erregt Gemüter

Uelzen: Stadt und Bauträger informieren über neue Wohnhäuser und Kita am Stern

Thomas Bader, Vorstand der Heiligen-Geist-Stiftung, erläutert Anwohnern, wie das neue Wohnquartier aussehen soll. Anwohner kritisierten beim Ortstermin, dass ihre Anregungen zuvor zu wenig berücksichtigt worden seien. 
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Thomas Bader, Vorstand der Heiligen-Geist-Stiftung, erläutert Anwohnern, wie das neue Wohnquartier aussehen soll. Anwohner kritisierten beim Ortstermin, dass ihre Anregungen zuvor zu wenig berücksichtigt worden seien. 

Uelzen – Rund 70 Anwohner und Interessierte waren der Einladung der Stadt Uelzen gefolgt, um an einer Info-Verstaltung zum geplanten neuen Wohnquartier sowie einer neuen Kita im Sternviertel (AZ berichtete) vor Ort teilzunehmen.

Die Stadt sowie die Wohnungsbaugesellschaft des Kreises (gwk) und die Heiligen-Geist-Stiftung hatten an verschiedenen Stellen Schautafeln aufgestellt, um den jeweils aktuellen Planungsstand zu erklären.

Den Start machten gwk und die Heiligen-Geist-Stiftung mit einer Übersicht des geplanten neuen Wohnquartiers. Geschäftsführer Jens Boetel von der gwk und Thomas Bader, Vorstand der Heiligen-Geist-Stiftung, erläuterten, dass sie Kritik der Anwohner berücksichtigt hätten und nun mit neuen Gebäuden um 3,50 Meter weiter entfernt von der Propst-Raven-Straße planen. Bedenken von Anwohnern an den geplanten drei- bis viergeschossigen Gebäuden fanden dagegen keine Berücksichtigung.

Einige Anwohner reagierten sehr emotional. Immer wieder ergriff auch Anwohner Dr. Jan Walter das Wort. „Ich bin enttäuscht, da ich bei den neuen Entwürfen keine Verbesserung sehe“, sagte Walter. Boetel verteidigte dagegen die aktuellen Planungen und versprach neue „bezahlbare Wohnungen“. Die Nachfrage einer Anwohnerin, wie hoch die Mieten ausfallen könnten, blieb unbeantwortet. Boetel ergänzte: „Wir bieten allen aktuellen Mietern an, dann gemeinsam nach alternativen Wohnungen zu schauen“.

Die derzeitigen Planungen gehen von drei Bauphasen von 2022 bis ins Jahr 2030 aus. Das neue Wohnquartier soll Platz für rund 600 Anwohner bieten. Derzeit leben auf diesem Gelände etwa 155 Menschen, viele davon in rund 60 eingeschossigen Bungalows, die dann abgerissen werden sollen.

Weniger emotional ging es bei der Vorstellung der Pläne zur neuen Kita zu. Hier erläuterte der erste Stadtrat, Dr. Florian Ebeling, den aktuellen Stand. Demnach sind hier 80 Kita-Plätze vorgesehen. Für den neuen Parkplatz plane die Stadt mit 20 Stellplätzen. Ebeling erklärte, dass eine Idee der Anwohner berücksichtigt wurde und es für den neuen Parkplatz nun einen zweiten möglichen Standort direkt an der Kita gibt.

„Das Ziel ist klar, dass wir unsere Stadt weiterentwickeln möchten“, sagte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt, der die einleitenden und abschließenden Worte der rund zweistündigen Veranstaltung sprach.

VON TIMO HÖLSCHER

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