Politik will Konzept erarbeiten

Startschuss für Arbeit an Stadtmarketing: Uelzen soll attraktiv sein

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Das Hansefest war ein Instrument in diesem Jahr, um Uelzen über die Landkreisgrenzen hinaus bekannter zu machen.

Uelzen. Hansestadt Uelzen – ein Titel, an den Hoffnungen geknüpft werden, was Bekanntheit, Image und Zukunftsmöglichkeiten betrifft. Doch: Ohne Stadtmarketing wird es nicht gehen.

Das weiß auch die Politik und will in den kommenden Monaten ein Konzept erarbeiten, wie sich Uelzen inhaltlich und organisatorisch in diesem Bereich aufstellen soll. Ein Startschuss für die Arbeit am Thema ist bereits gefallen: Ein erstes Grundlagen-Papier werde zurzeit von einem Stadtverwaltungsmitarbeiter verfasst, informiert Uelzens Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling.

Die Zeit drängt aber auch: Nach einer Vertragsaffäre um den früheren Citymanager Joachim Lotz im Frühjahr gibt es, was den Bereich der Organisation von städtischen Events als mögliche Aushängeschilder betrifft, zurzeit nur eine Übergangslösung bis Ende Januar. Wie ausführlich berichtet, waren Joachim Lotz als Citymanager und Markus Schümann als Vorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) in der Affäre von ihren Ämtern zurückgetreten. Durch ein umstrittenes Vertragswerk zur Bezahlung von Lotz als Citymanager war nach der Insolvenz seiner Schimmel-Papeterie mindestens ein Gläubiger ausgehebelt worden. Den Posten von Schümann übernahm Ralf Müller von der Kanzlei Wasner & Müller, Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter. Und Anke Steffen, Leiterin der Uelzener Stadt- und Touristinformation, erklärte sich bereit, zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben die Organisation von Veranstaltungen wie den Uelzener Weihnachtszauber oder das Hansefest zu übernehmen. Dafür hat sie einen Vertrag über neun Stunden in der Woche mit der WFG unterzeichnet, der am 31. Januar auslaufen wird. Danach will sie sich wieder vollends um ihre touristischen Aufgaben kümmern.

Um die Stadt zu vermarkten und sie damit stärker zu einem Anziehungspunkt für Urlauber, Gäste und Neubürger zu machen, gibt es nach den Worten von Florian Ebeling verschiedene denkbare Optionen. Beispielsweise ein zu schaffender Eigenbetrieb, der sich mit Stadtmarketing befasse. Nach Auffassung von Ratsherr Herwig Maaß (UWG) ist eine externe Moderation in den Beratungen wünschenswert, damit neue Impulse in die Diskussion einfließen.

Von Norman Reuter

Uelzener Hansefest: Die Bilder

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