Rekordtemperaturen im Landkreis: Menschen wollen Wasser und Schatten

Uelzen schwitzt...

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So lässt sich die Hitze aushalten: Mit den Füßen im kühlen See. Auch in den kommenden, warmen Tagen wird er ein beliebtes Ausflugsziel bleiben.

Uelzen/Landkreis. Herunter gelassene Rollläden und leere Straßen – wer gestern keinen Platz mehr an See oder Meer gefunden hatte, zog sich zumindest in den Mittags- und Nachmittagsstunden lieber in das Haus zurück.

Spitzenwerte von 38 Grad im Schatten waren den meisten Uelzenern eindeutig zu heiß.

Dennoch: Trotz der großen Hitze blieben die ganz großen Notfälle aus – keine Ausnahmesituation im Uelzener Klinikum. In der Notaufnahme wurden nicht mehr Menschen mit hitzebedingten Kreislaufproblemen eingeliefert, als an anderen Sommertagen. Und auch bei der Feuerwehrleitstelle blieb die Lage entspannt. Trotz mittlerer Waldbrandwarnstufe, also Stufe drei von vieren, rückten die Feuerwehren des Landkreises lediglich zu einem kleineren Böschungsbrand bei Molzen aus.

Uelzener, die eine Abkühlung in der Ferne gesucht hatten, mussten spätestens auf der Rücktour schwitzen – Sonnabend und Sonntag schallte die Meldung durch das Radio: Alle Zufahrtsstraßen Richtung Nord- und Ostsee überlastet. Wohl dem also, der sich für das nahe Nass entschieden hatte. Uelzener O-See und Hösseringer Hardausee lockten mit einer Badepause ohne Anreisestress und auch die Freibäder im Landkreis konnten endlich auf volle Schwimmbecken blicken: „Das Wochenende hat uns den Sommer gerettet“, bilanziert Rettungsschwimmer Stephan Kohlmeyer vom Bad Bevenser Rosenbad. Mehr als 1000 Gäste stürzten sich jeweils Sonnabend und Sonntag in das Becken des Freibads. Doch der Experte warnt: Zwar sei es in seiner Dienstzeit zu keinen brenzligen Situationen gekommen – gänzlich ungefährlich seien die tropischen Temperaturen aber nicht. „Es ist wichtig, dass die Leute nicht zu lange in der Sonne liegen, das ist nicht gut für den Kreislauf. Außerdem sollten sie vor dem Schwimmen ein bisschen etwas essen und sich unter der Dusche abkühlen“, mahnt er.

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