Polizei trennt Befürworter und Gegner der Corona-Maßnahmen

Friedliche Corona-Proteste in Uelzen

Menschenkette vor dem Rathaus: Rund 100 Menschen haben am Sonnabend für die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Etwa die gleiche Anzahl an Gegnern kam am Schnellenmarkt zusammen. Foto: HUCHTHAUSEN
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Menschenkette vor dem Rathaus: Rund 100 Menschen haben am Sonnabend für die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Etwa die gleiche Anzahl an Gegnern kam am Schnellenmarkt zusammen.
  • VonOliver Huchthausen
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Uelzen – Die Kundgebung, zu der das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ in der Uelzener Innenstadt aufgerufen hatte, und die zeitgleiche Protestaktion von Gegnern der Corona-Maßnahmen sind am Sonnabend weitgehend friedlich verlaufen. Diese Bilanz zieht die Polizei.

An der ab 16.30 Uhr angemeldeten Kundgebung des Bündnisses hätten in der Spitze etwa 100 Personen teil- genommen, sagte Julia Westerhoff, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Die Teilnehmer machten mit lauter Musik und Transparenten auf ihr Anliegen aufmerksam. Die Veranstaltung war jedoch nicht nur auf den Herzogenplatz begrenzt. Mitglieder der Grünen Jugend postierten sich auch am Ilmenauufer neben dem Restaurant „Mamma Mia“, Vertreter der Jusos bezogen vor dem Alten Rathaus Stellung.

Den Anlass zu dieser Kundgebung gaben die „Corona-Spaziergänger“, die am Neujahrstag und am vergangenen Montag durch die Uelzener Innenstadt gezogen waren, um unter anderem Kerzen auf dem Herzogenplatz abzustellen und gegen die Corona-Politik zu protestieren (AZ berichtete). Am Sonnabend trafen sie sich gegen 17 Uhr auf dem Hammerstein-Parkplatz. Von dort aus sollte es gemeinsam erneut in Richtung Herzogenplatz gehen. Die Polizei, die mit einer Hundertschaft vor Ort war, stoppte den „Spaziergang“, an dem laut Westerhoff ebenfalls rund 100 Personen teilnahmen, jedoch auf Höhe der Gudestorbrücke.

Für einige Minuten ging es für den Tross weder nach vorne noch zurück. Nach einer Belehrung über die Pflicht zum Tragen einer Maske bei Versammlungen ging es unter Polizeibegleitung über die Schmiedestraße zum Schnellenmarkt. Gegen 18 Uhr löste sich die Versammlung schließlich auf. „Wir haben einige Ordnungswidrigkeiten angezeigt und ein paar Platzverweise ausgesprochen“, resümierte Julia Westerhoff. „Eine Person musste bis zum Ende der Versammlung in Gewahrsam genommen werden.“

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