Julian Wyrwa geht zurück an die Elbe

Uelzen: Pastor verlässt St. Marien

Julian Wyrwa nimmt Abschied von den Gemeinden Uelzen und Veerßen
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Für den gebürtigen Hamburger geht es wieder an die Elbe: Julian Wyrwa tritt eine neue Pfarrstelle an und nimmt dafür Abschied von seinen St.-Marien-Gemeinden in Uelzen und Veerßen.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Julian Wyrwa nimmt Abschied von seinen beiden Kirchengemeinden in Uelzen und Veerßen. Der 38-Jährige übernimmt ab März im Landkreis Stade eine Pfarrstelle.

Uelzen-Veerßen – Der Einstieg ins Berufsleben eines Pastors hätte nicht kontrastreicher sein können. 2017 übernimmt Julian Wyrwa mit Anfang 30 Aufgaben in den beiden St.-Marien-Gemeinden in Uelzen und Veerßen. Sie verbindet der Name, aber Wyrwa stellt fest: „Es sind zwei unterschiedliche Gemeinden.“

Die eine ist eine Stadtgemeinde, die andere eher ländlich geprägt. Wyrwa muss sich jeweils darauf einstellen: „Das hat mich wachsen lassen“, sagt der heute 38-Jährige. Die gesammelten Erfahrungen und das Wissen nimmt er mit. Julian Wyrwa verlässt seine Gemeinden, tritt eine Pfarstelle in der Region Kehdingen im Landkreis Stade an.

Es geht zurück an die Elbe

Pastor Julian Wyrwa

Das fühle sich ein wenig wie die Rückkehr in die Heimat an. Wyrwa ist nämlich gebürtiger Hamburger, wuchs dort auf, studierte in der Stadt an der Elbe. Die neue Pfarstelle liegt unweit des Stroms. „Es geht zurück an die Elbe“, sagt Wyrwa.

Das sei ein attraktives Berufsangebot, zumal er für die hiesige Stelle nur befristet eingestellt worden war, wie Wyrwa berichtet. „Und ich möchte langfristig planen.“

Mit an die Elbe nimmt er nicht nur die gemachten Erfahrungen, sondern auch all die Erinnerungen. Gerade erst habe ihm ein Paar, das er im Sommer 2019 traute und das nun von seinem Abschied erfuhr, „eine liebe E-Mail“ geschrieben. „Das sind so schöne Geschichten“, sagt der 38-Jährige. Sie sind es auch, warum er Pastor wurde.

Menschen zu begleiten, ihnen eine Hoffnungsperspektive zu geben, das treibe ihn an. „Die Seelsorge ist schon einer meiner Schwerpunkte“, sagt Julian Wyrwa. Das soll auch so in der neuen Pfarrstelle bleiben.

Wyrwa erzählt vom Aufbau der sorgenden Gemeinschaft in Veerßen im Jahr 2017, als er dort als Pastor anfing. Es ist eine Nachbarschaftshilfe, bei der beispielsweise Gärten von Veerßern gepflegt werden. Menschen, die alleine leben, bekommen Unterstützung von Nachbarn und Ehrenamtlichen. „Das ist jetzt nichts streng Gläubiges, aber es zeigt, wie Kirche unterstützen kann“, so Wyrwa. Solche Ideen will er mit an die Elbe nehmen.

In den letzten zwölf Monaten hatte sich Julian Wyrwa mit dem Weggang von Pastor Florian Moitje verstärkt mit der Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden zu befassen. Er betreute Konfirmanden. Wyrwa bedauert, dass er sie wegen des Stellenwechsels nicht bis zu Konfirmation führen kann. „Ich übergebe sie aber in gute Hände.“

Es wird coronabedingt ein stiller Abschied für Julian Wyrwa. Diesen Sonntag wird er entpflichtet, im kleinsten Kreis. „Wenn es die Pandemie zulässt, soll es aber am 11. Juli einen Dankeschön-Gottesdienst geben“, kündigt Wyrwa an – dann will der 38-Jährige noch einmal von der Elbe in die Lüneburger Heide kommen.

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