Vernetzt für Berufsbildung

Uelzen: Partner aus ganz Europa wollen Exzellenzzentren schaffen

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Netzwerkpartner aus ganz Europa wollen digital unterstützte und nachhaltigkeitsorientierte Exzellenzzentren beruflicher Bildung gestalten. Der Startschuss für das Projekt fiel jetzt an der BBS I in Uelzen.

Uelzen – DUNE-BB_EU heißt das Projekt, an dem Netzwerkpartner aus ganz Europa arbeiten. DUNE-BB_EU steht für „Digital unterstützte und nachhaltigkeitsorientierte Exzellenzzentren beruflicher Bildung in Europa gestalten“.

Der Startschuss für diese Initiative fiel kürzlich an der BBS I in Uelzen.

Dreisprachig (Deutsch, Englisch, Französisch) begrüßte das Leitstellenteam der BBS I, Studiendirektorin Brigitte Glandorf (Projektkoordination), Klaus Krauth vom Projektmanagement und Oberstudiendirektor Stefan Nowatschin (Projektleiter), mehr als 100 lokale, nationale und die aus sechs europäischen Ländern angereisten Gäste und Vertreter der europäischen Partnerberufsschulen in der Aula der Berufsschule zur dreitägigen Tagung der Netzwerkpartner.

Besonders begrüßt wurden die Co-Ausrichter aus Estland, Frankreich, Italien, Malta und Österreich. Mit dabei waren auch Netzwerkunterstützer aus den Universitäten und Hochschulen, darunter von der Leuphana Lüneburg und Ostfalia Suderburg.

Gestaltungsleitfaden für exzellente Lernorte

Das mit 205.000 Euro geförderte EU-Berufsbildungsnetzwerk wird an den folgenden sechs dreitägigen Wochenend-Tagungen in den Ländern der Co-Ausrichter vertieft. Ziel ist es, einen Gestaltungsleitfaden für exzellente Lernorte beruflicher Bildung zu entwerfen. Die EU-Fördermittel ermöglichen, dass sich in zwei Jahren bei insgesamt sieben Tagungen ca. 500 Europäer persönlich begegnen.

In ihrem Video-Grußwort zur Auftaktveranstaltung betonte die Schirmherrin, die Europaabgeordnete Lena Düpont, dass das Berufsbildungsnetzwerk Maßstäbe für eine europäische Bildungspolitik setze. Ein neues, globalisiertes und vernetztes Europa erfordere globale und vernetzte berufliche Bildung. Das heißt, dass man Kompetenzen bündeln und Exzellenzzentren schaffen müsse. Hier übernehme man eine Vorreiterrolle.

„Die Unterschiede zwischen den nationalen Bildungssystemen, erlauben kein Schema F für alle Mitgliedsstaaten. Sie bedeuten, dass wir mit Flexibilität her-angehen, voneinander lernen können und die Vielzahl von Akteuren zusammenbringen müssen“, so Düpont weiter.

In ihren Grußworten unterstrichen weitere Redner, darunter Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer, Uelzens 1. Kreisrat Uwe Liestmann und Sönke Feldhusen von der IHK Lüneburg-Wolfsburg, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung und die Notwendigkeit, sich bei dieser Exzellenzfrage in Europa zu vernetzen.

Liestmann unterstrich, dass die BBS I Uelzen alle Erfordernisse eines digital unterstützten und nachhaltigkeitsorientierten Gebäudes erfülle. Mit dem neuen Campus entstünden moderne und attraktive Lern- und Arbeitsbedingungen, um eine exzellente regionale berufliche Bildung gestalten zu können.

Eingerichtet wurde unter anderem die digitale EU-Arbeitsplattform „Epale“ als virtueller Netzwerkarbeitsraum, in dem alle Zwischenergebnisse und Arbeitsunterlagen zum Erstellen des Gestaltungsleitfadens systematisch hinterlegt werden. Epale ermöglicht es, weitere Personenkreise und andere Arbeitsgruppen virtuell in den Diskussionsprozess einzubeziehen.

Nächste Tagung in Estland

In Workshops ging es um Themen wie exzellenten, digital unterstützten Unterricht (E-Learning/Distanz-Learning), inklusive, internationale und nachhaltig orientierte Lernorte sowie exzellente Lehrkräfteaus- und –weiterbildung.

Die nächste Tagung soll im März 2020 in Tartu (Estland) stattfinden.

VON ULRIKE MEINEKE

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