Urnengang 2021 auch für Uelzener Bürgermeister / Kandidatensuche läuft

Uelzen: Parteien im Aufgalopp für Wahlen

Im Herbst 2021 sind die Uelzener aufgerufen, ihre Stimmen für die Kommunalparlamente, für den Bürgermeister und die Bundespolitik abzugeben. 
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Im Herbst 2021 sind die Uelzener aufgerufen, ihre Stimmen für die Kommunalparlamente, für den Bürgermeister und die Bundespolitik abzugeben. 

Uelzen – Ein Jahr bis zum Wahl-Herbst 2021 – und hiesige Parteiverbände rüsten sich bereits dafür. Das erklären Sozialdemokraten, Christdemokraten und Grüne im Gespräch mit der AZ.

Kommunalwahlen stehen im Herbst 2021 in Niedersachsen an. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, soll parallel dazu auch die Wahl des Uelzener Bürgermeisters stattfinden. Nicht auszuschließen ist zudem, dass zeitgleich auch die Stimmen für die Bundespolitik abzugeben sind.

Wer in den Parlamenten vertreten sein oder einen Bürgermeister stellen will, braucht die Kandidaten dazu: Wie Jan Henner Putzier, Chef des SPD-Unterbezirks Uelzen/Lüchow-Dannenberg, sagt, habe die Vergangenheit gezeigt, dass sich für den Kreistag ausreichend Kandidaten finden ließen, „für die Ortsräte ist das schon schwieriger“.

Der SPD-Unterbezirk startet in der kommenden Woche mit einer sogenannten „Kommunalakademie“ – die Idee: Menschen für die politische Arbeit begeistern und fit machen. Der erste Abend steht dann gleich auch unter der Überschrift „Ich stelle mich zur Wahl?!“ (Siehe Zum Thema).

Nach den Worten von Heiner Scholing von den Grünen befasse sich sein Kreisverband seit bereits „drei, vier Monaten“ mit den Wahlen im kommenden Jahr. Bei dem Zuspruch, den seine Partei erlebe, dürfe man davon ausgehen, dass die Grünen auch vor Ort mehr Stimmen erhalten werden. Der Kreisverband habe sich auf Kandidatensuche begeben, „und wir sind gut dabei“, so Scholing. Dabei sei der Anspruch, dass mehr Frauen künftig in den Parlamenten vertreten sind. „Das Ziel für unsere Listen sind 50 Prozent.“ Unabhängig von der Frage, wer kandidiere, stünden die Kreis-Grünen aktuell davor, ein Programm für das Wahljahr auszuarbeiten.

Die Uelzener Christdemokraten nehmen bereits Kandidaturwünsche entgegen. „Wir sind gerade in der Phase: Wer möchte, kann sich melden“, sagt Uwe Böker vom Uelzener CDU-Ortsverband. Er gehe von einer Sitzung des Ortsverbandes dann Anfang 2021 aus, die sich mit den Vorschlägen beschäftige.

Bei der Uelzener Bürgermeisterwahl im Mai 2014 ging Jürgen Markwardt als Sieger hervor. Er erhielt 64,38 Prozent der Stimmen, Karsten Jäkel (CDU) konnte 32,16 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, für den FDP-Kandidaten Horst Grunert votierten 3,46 Prozent. Seitdem ist Jürgen Markwardt Stadtoberhaupt – wird er bei der Bürgermeisterwahl 2021 wieder kandidieren?

Vor sechs Jahren war er als parteiloser Kandidat ins Rennen gegangen, wurde von der hiesigen SPD unterstützt. Markwardt erklärt auf Nachfrage der AZ, dass die Gespräche über eine Kandidatur noch ausstünden. Grundsätzliche könne er sagen: „Die Arbeit als Bürgermeister macht mir sehr viel Spaß.“ Er wolle gerne weiter an der Entwicklung Uelzens mitarbeiten. „Das persönliche Gefühl ist: Ich bin lange noch nicht satt“, so Markwardt.

Von der SPD ist zu hören, dass man sich mit der Kandidatenfrage für die Bürgermeisterwahl bei der nächsten Sitzung des Ortsverbandes befassen werde. „Sie findet Ende des Monats statt“, so Jan Henner Putzier, der auch dem Ortsverband vorsteht.

Von der CDU heißt es, dass die Nominierung eines Kandidaten von geeigneten Bewerbern abhängen wird. „Er muss passen“, sagt Uwe Böker.

Die Grünen machen derweil eine Ansage: „Na klar soll es einen Bewerber geben. Das muss unser Anspruch sein, einen Kandidaten zu stellen“, sagt Heiner Scholing. Ob es letztlich gelinge, werde sich zeigen. VON NORMAN REUTER

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